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Netzpolitik
10/25/2013

Snowden unterstützt Demo gegen US-Überwachung

Edward Snowden unterstützt eine für Samstag in Washington geplante Demonstration gegen die Überwachung durch die NSA. Auch Hollywood-Stars rufen zur Teilnahme auf.

Von keinem Telefon in den USA gehe heute ein Anruf ab, ohne dass dies von der NSA bemerkt werde. Nun sei es an der Zeit, dass die Regierung von ihren Bürgern lerne und der Überwachung von Telefon- und Internetdaten ein Ende setze, schrieb der Computerspezialist laut der Bürgerrechtsorganisation ACLU. Die Demonstration in Washington wird von dem Bündnis StopWatching.us organisiert, in dem sich mehr als 100 Interessengruppen und Unternehmen zusammengeschlossen haben.

Auch eine Reihe Hollywood-Stars, darunter Regisseur Oliver Stone, üben in einer Videobotschaft scharfe Kritik an den Spähaktionen des US-Geheimdienstes NSA. Neben Oscar-Preisträger Stone („John F. Kennedy - Tatort Dallas“, „Wall Street: Geld schläft nicht“) melden sich auch die Schauspieler John Cusack („2012“), Maggie Gyllenhaal („The Dark Knight“) und Wil Wheaton („The Big Bang Theory“) zusammen mit Aktivisten und Politikern zu Wort. Das mehr als drei Minuten lange Video wurde von der Organisation „Electronic Frontier Foundation“ ins Netz gestellt.

Petition

Die Künstler verlangen unter anderem ein Ende der Massenüberwachung von US-Bürgern durch den Geheimdienst. Jeder Amerikaner sei dem Risiko ausgesetzt, ins NSA-Fahndungsnetz zu geraten, warnte Stone in dem Video. Die Bedrohung der Bürgerrechte sei größer denn je, sagte Cusack. In einem Überwachungsstaat sei die Demokratie tot, warnt der Schauspieler.

In einer Petition fordern zudem Hunderttausende den US-Kongress auf, die Überwachung komplett offenzulegen und zu stoppen. Nach Angaben der Initiatoren sind es mehr als 579.000 Unterzeichner.