Netzpolitik
22.11.2010

Solar-Glühbirne ersetzt Kerosin-Laternen

Mit den eigenen Angaben zufolge ersten und einzigen Solar-Glühbirnen der Welt will der in Hong Kong angesiedelte Hersteller Nokero den Anteil an Kerosin-Lampen in Entwicklungsländern senken.

Wenige Monate nach der Präsentation des ersten Modells N100 hat das Unternehmen nun das Nachfolgemodell N200 auf den Markt gebracht. Neben dem Leuchtkörper, der aus vier LEDs gespeist wird, ist die Glühbirne mit einer 1000-mAh-Batterie ausgestattet. Die Energieversorgung erfolgt durch ein Solarpanel, das nach der Sonne ausgerichtet werden kann.

Sechs Stunden Licht

Nach einem Tag Ladezeit kann die Glühbirne bis zu sechs Stunden verwendet werden. Wird vorübergehend helleres Licht gebraucht, findet sich ein Turbo-Task-Modus, das etwa zweieinhalb Stunden Licht spendet. Ein Lichtsensor sorgt zudem dafür, dass die Lampe bei starkem Tageslicht sich automatisch ausschaltet.


Mit den Solarleuchten will Nokero eine günstige Alternative zu kerosinbetriebenen Leuchten anbieten. Die Anschaffungskosten betragen 20 Dollar pro Glühbirne. Bei Lieferungen höherer Stückzahlen sinkt der Preis auf bis zu 15 Dollar. Nokero argumentiert aber, dass Familien in der dritten Welt derzeit bis zu fünf Prozent ihres Einkommen monatlich auf die Beschaffung von gefährlichem und gesundheitsbelastendem Kerosin verwenden.

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Auch das etwas günstigere Vorgängermodell, das mit vier kleinen Solarpanels ausgestattet und im Design einer klassischen Glühbirne ähnlich ist, wird weiter angeboten und verkauft. Laut Unternehmensangaben wurden bisher etwa 50.000 Glühbirnen produziert. Die Leuchten werden aktuell in Pakistan, Irak und Kenya eingesetzt.

(futurezone)


[[440:side/Vorgänger-Version N100 in Form einer klassischen Glühbirne]]