Netzpolitik
02.07.2011

SPÖ-Website nach Hack wieder online

Die Sicherheitsstandards sollen verbessert und Lücken "ausgebessert" worden sein. Rechtliche Schritte wurden eingeleitet.

Die von der Hackergruppe Anonymous

SPÖ-Homepage ist seit Samstagnacht wieder online. "Aus Sicherheitsgründen wurde mit Experten beraten, es wurden Firewalls verbessert und Lücken ausgebessert“, erklärte Parteisprecher Oliver Wagner am Samstagvormittag gegenüber der APA. Nun hoffe man, gegen mögliche Angriffe gewappnet zu sein. Verfassungsschützer nahmen Ermittlungen auf.

Die Website war nach dem Hacker-Angriff Freitagnacht mehrere Stunden offline und wurde auch im Laufe des Freitags infolge nur für Testzwecke kurzzeitig wieder online geschaltet. Offenbar hatte es massive Schäden gegeben. "Unsere Server wurden ernsthaft beschädigt, vieles muss nun erst neu programmiert werden", so SPÖ-Sprecher Wagner am Freitag gegenüber futurezone.

700 Datensätze gestohlen
Im Zuge des Hacks entwendeten die Angreifer auch eine Menge an Daten. Die Gruppe AnonAustria veröffentlichte eine Liste mit knapp 700 Namen, Passwörtern und E-Mailadressen. Die Adminstratoren der SPÖ-Webseite hatten es den Hackern allerdings auch nicht allzu schwer gemacht: Offenbar wurden wichtige Sicherheitsstandards vernachlässigt, so waren etwa Passwörter auf der SPÖ-Seite im Klartext gespeichert.

Am Samstag war die Homepage wieder in vollem Umfang am Netz und informierte etwa über das Arbeitsprogramm der Bundesregierung oder das Kanzlerfest. „Wir hoffen, nun gerüstet zu sein. Natürlich werden wir verstärkt ein Auge darauf werfen“, so Wagner, der die Attacke als „absolut ärgerlich“ bezeichnete.

Parallel zum Angriff auf die SPÖ-Seite hatten die Hacker in der Nacht auf Freitag auch die FPÖ-Webseite vorübergehend mit DDos-Attacken lahmgelegt. Zutritt wie bei der SPÖ konnten sie sich allerdings nicht verschaffen.

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