© Bild: Mikko Pitkanen / Fotolia

Deutschland
07/16/2012

Studie stellt Festplattenabgabe in Frage

Wie jetzt eine deutsche Nutzungsstudie im Auftrag des IT-Branchenverbands Bitkom und des Informationskreises Aufnahmemedien (IM) feststellte, nutzen nur drei Prozent der Deutschen den Speicherpatz auf ihrer externen Festplatte für die Speicherung von Musik und Videos.

Somit wären die Forderungen der Verwertungsgesellschaft nach neuen Urheberabgaben unberechtigt. Diese hatten sieben Euro beziehungsweise neun Euro Abgabe pro Stück gefordert um das Erstellen von Privatkopien zu vergüten. Bitkom-Chef Dieter Kempf sagte dazu im Interview mit golem.de: "Die Forderungen der Verwertungsgesellschaft für Abgaben auf externe Festplatten stehen in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung."

In Österreich wird über dieses Thema auch seit Jahren diskutiert. Wie die

im April berichtete, will Kulturministerin Claudia Schmied ( SPÖ) noch in diesem Jahr das Urheberrecht ändern und eine Festplattenabgabe einführen. Schmied hatte ihre Forderungen mit den Einnahmenrückgängen der Leerkassettenvergütung in den vergangenen Jahren begründet, welche sich seit 2005 mehr als halbiert (von 17,6 Mio. auf 7,9 Mio. Euro im Vorjahr) haben.

Die Österreichische Verwertungsgesellschaft unterlag in der Vergangenheit bereits zweimal bei Rechtsstreitigkeiten über Urheberrechtsabgaben auf Festplatten beim Obersten Gerichtshof (OGH).

Mehr zum Thema

  • "Durchs Filesharing droht mir der Bankrott"
  • Festplattenabgabe: Vorwürfe gegen Elektrohandel
  • Kullmann: Urheberrechtsforderungen übertrieben
  • Festplattenabgabe wie "modernes Raubrittertum"
  • Festplattenabgabe noch 2012 möglich