Netzpolitik
25.11.2016

Stundenlang offline: Hacker attackierten EU-Kommission

Die Server der EU-Kommission waren am Donnerstag Nachmittag mehr als drei Stunden offline. Wer hinter den Angriffen steckt, ist noch nicht bekannt.

Hacker haben Computersysteme der EU-Kommission angegriffen und Internetangebote gestört. Sprecher bestätigten am Freitag die mehr als dreistündige Attacke, die am Donnerstagnachmittag stattfand. Daten seien dabei aber nicht gestohlen worden. "Unsere Systeme sind sicher", sagte ein Sprecher. Der einzige Verlust, der zu beklagen sei, wäre Arbeitszeit gewesen. Der Angriff begann laut Politico gegen 15 Uhr, um 18 Uhr wurden die Mitarbeiter per Mail darüber informiert.

Keine Informationen zu Täter

Mögliche Erkenntnisse, wer hinter dem Angriff steckt, wollte der Sprecher nicht preisgeben: "Ich habe Ihnen alle Informationen gegeben, die bei einem solchen Thema zu geben sind. Und ich habe deutlich gemacht, dass wir mehr wissen, als wir sagen."

Nach Informationen der Kommission handelte es sich um eine sogenannte Denial-of-Service-Attacke, bei der Hacker mit massivem Datenvolumen von außen Webseiten lahmlegen. Ein EU-Beamter hatte schon am Donnerstag erklärt, Hackerangriffe auf die EU gebe es praktisch jede Woche.