Netzpolitik
20.11.2015

Syrischer Netzaktivist zum Tode verurteilt

Bassel Khartabil arbeitete unter anderem an Wikipedia und Firefox mit, nun wurde er in Syrien zum Tode verurteilt. Ihm wird "Gefährdung des Staates" vorgeworfen.

Der bekannte syrische Netzaktivist Bassel Khartabil ist nach Angaben von Menschenrechtlern zum Tode verurteilt worden. Seine in Damaskus lebende Frau habe entsprechende Nachrichten von den syrischen Sicherheitsbehörden bekommen, teilte am Freitag ein breites Bündnis von Menschenrechtsgruppen mit, darunter Amnesty International und Human Rights Watch.

Bei Wikipedia und Firefox dabei

Khartabil ist einer der führenden Köpfe der Internet-Szene in Syrien. Er setzte sich für ein freies Netz ein und arbeitete als Programmierer an sogenannten Open-Source-Projekten wie Wikipedia oder dem Internetbrowser Firefox mit. Das US-Magazin Foreign Policy wählte ihn 2012 zu den einflussreichsten Köpfen weltweit.
Khartabil war im März 2012 wegen angeblicher Gefährdung des Staates verhaftet worden. Er habe sehr unter der Haft gelitten, sagte Dana Trometer von der Kampagne „Free Bassel“ der Deutschen Presse-Agentur. Seine Frau habe seit mehr als sechs Wochen keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt.