Netzpolitik
04.09.2012

Torrents: Filesharer werden massiv überwacht

Eine Studie der Birmingham University besagt, dass Nutzer von Torrent-Software wie BitTorrent viel stärker überwacht werden als bisher angenommen. Innerhalb weniger Stunden könnten Daten über sie gesammelt werden und theoretisch Rechteinhabern Auskunft über illegale Aktivitäten geben.

Sicher sollte man sich als Nutzer von Software wie jener von BitTorrent nicht fühlen: Denn eine dreijährige Langzeituntersuchung von britischen Sicherheitsforschern zeigt, dass diese Nutzer mit großer Wahrscheinlichkeit überwacht werden. Die Daten, die über die Up- und Download-Aktivitäten der Nutzer gesammelt werden, könnten den Rechteinhabern ermöglichen, gegen illegale Downloads vorzugehen. Das berichtet die BBC.

Beim Monitoren der Nutzer würde nicht zwischen Hardcore-Nutzern und gelegentlichen Nutzern unterschieden werden. Ein besonderes Auge haben die Überwacher, über die es nur wenig näheren Informationen gibt, etwa auf die Top 100 Film-Torrents.

Die überwachenden Firmen des Torrent-Datenverkehrs sollen zehn verschiedene Unternehmen sein, die teilweise nach Copyright-Verstößen ahnden. Was mit den erhobenen Daten passiert, ist nicht klar. Wahrscheinlich ist, dass sie auch IP-Adressen der Nutzer ausforschen.

Mehr zum Thema

  • 675.000 Dollar Strafe für Musik-Downloads
  • US-Justiz geht gegen Android-Raubkopien vor
  • Pirate Bay-Blockade ohne Effekt
  • HADOPI: Verwirrung um Internet-Sperren