Twittersperre verstößt gegen Grundrechte
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Zensur

Twitter sperrt regierungsfeindliches Konto in der Türkei

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat in der Türkei erneut ein regierungsfeindliches Konto mit rund 760 000 Nutzern sperren lassen. Der Account der linken Hacker-Gruppe RedHack (@TheRedHack) war am Mittwoch aus der Türkei heraus nicht mehr abrufbar, aus anderen Ländern aber weiter zugänglich. Die Gruppe kritisierte auf ihrem englischen Konto @RedHack_EN: „Unser Haupt-Account @TheRedHack ist in der Türkei blockiert worden. @Twitter beugt sich der türkischen Regierung.“ RedHack könne nicht zum Schweigen gebracht werden.

Blockade aufgehoben

Die türkische Regierung hatte Twitter Ende März blockieren lassen, das Verfassungsgericht hob die Blockade Anfang April aber wieder auf. Twitter sperrte daraufhin ebenfalls im April die Inhalte von zwei regierungsfeindlichen Konten mit knapp einer Million Nutzern. RedHack hatte eine Rolle bei den landesweiten Gezi-Protesten gegen die Regierung im vergangenen Jahr gespielt, in denen Demonstranten sich vor allem über soziale Medien wie Twitter austauschten. Die Gruppe hatte damals Internetseiten und Datenbanken von Behörden gehackt und manipuliert.

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