USA
07/20/2012

Twitter will Occupy-Tweets nicht herausgeben

Der Mikroblogging-Dienst will Berufung gegen ein Urteil einlegen, wonach ursprünglich gelöschte Tweets eines Occupy-Aktivisten herausgeben werden müssen.

Ein New Yorker Gericht hat Ende Juni

, dass Twitter Tweets von Malcolm Harris auch ohne Gerichtsurteil herausgeben muss, da sie nicht wie E-Mails oder Chat-Konversationen zu beurteilen sind. Harris wird vorgeworfen, engegen der Anweisungen der Polizei gehandelt zu haben, was er bestreitet. Als Beweis sollen nun die Kurznachrichten dienen, die er kurz nach Veröffentlichung wieder gelöscht hat.

Der zuständige Richter Matthew A. Sciarrino Jr. begründete seine Entscheidung damit: "Was man der Öffentlichkeit gibt, gehört der Öffentlichkeit." Twitter beruft nun gegen dieses Urteil, da es laut Auffassung von Twitter verfassungsmäßige Rechte der User gefährdet. "Wir bei Twitter wollen für unsere Nutzer kämpfen", heißt es von Twitters Rechtsexperten Ben Lee gegenüber Bloomberg.

Der Fall könnte weitreichende Auswirkungen auf die US-Justiz haben, da Behörden immer stärker Zugang zu Informationen verlangen, die Menschen im Internet preisgeben.

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