Netzpolitik
10.05.2014

UN diskutiert über Verbot von „Killer-Robotern“

Roboter, die selbstständig Ziele auswählen und angreifen, gibt es zwar noch nicht, über ein Verbot wird aber bereits diskutiert. Experten sollen sich im November dazu äußern.

Die UN denkt offenbar bereits über den Bann einer Technologie nach, bevor diese existiert. Laut der BBC soll im November darüber diskutiert werden, ob sogenannte „Killer-Roboter“ in die Konvention über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen aufgenommen werden sollen. Die Definition eines „Killer-Roboters“ sei eine „vollkommen autonome Waffe, die ihre Ziele ohne menschliche Hilfe auswählen kann.“ Derzeit existiert so etwas noch nicht, aber es sei nur eine Frage der Zeit, so Experten.

Auch unter Befürwortern umstritten

Zwei Roboter-Experten, Ronald Arkin und Noel Sharkey, werden im Rahmen der Veranstaltung die verschiedenen Standpunkte darlegen. Sharkey, Gründer der „Kampagne gegen Killer-Roboter“, sieht in der Technologie eine Bedrohung: „Einige Länder reden bereits untereinander darüber, das ist ein großes Risiko für die Menschheit.“

Arkin, ein Professor des Georgie Institute of Technology, hofft hingegen, dass sogenannte Kollateralschäden dadurch vermieden können. Er fürchtet allerdings auch, dass die Technologie bereits eingesetzt werden könnte, bevor sie tatsächlich ausgereift ist. Er fordert daher ein Moratorium, solange nicht für die Sicherheit garantiert werden kann.