USA
04/14/2011

US-Behörden hoben großes Botnetz aus

Das US-Justizministerium und das FBI ersetzen Server des „Coreflood“-Netzes und legten es lahm. Dabei hatten sie Kontolle über 2,3 Millionen infizierte Computer.

Die Behörden beschlagnahmten mehrere Kontrollserver des gefährlichen Botnetzes „Coreflood“ und ersetzten sie durch eigene. Dadurch gewannen sie Kontrolle über rund 2,3 Millionen Computer. Anschließend sendeten sie ein Signal aus, das die weitere Verbreitung des Virus stoppen sollte.

Die Maßnahme wird von Bürgerrechtsorganisationen als umstritten angesehen, da die Behörden so die volle Kontrolle über die infizierten Computer hatten. Außerdem hätte durch das plötzliche Stoppen auch viel Schaden angerichtet werden können. „Man kann bei einer derartigen Aktion nie genau wissen was passiert, man hätte auch eine wichtige Maschine in die Luft jagen können", erklärte Chris Palmer von der Electronic Frontier Foundation (EFF).

Gerichtliche Verfügung
Die Berechtigung für dieses Vorgehen kam von einer einstweiligen Verfügung, die ein US-Gericht am Dienstag erlassen hatte. Das FBI rechtfertigte die Maßnahme damit, dass dadurch weitere Schäden verhindert und somit User geschützt wurden.

Coreflood existiert seit mittlerweile fast einem Jahrzehnt und ist darauf ausgelegt, Tastatureingaben aufzuzeichnen, um so Usernamen und Passwörter zu stehlen. Laut der US-Regierung zeichnete ein Coreflood-Server zwischen März 2009 und Januar 2010 rund 190GB an Daten von 400.000 Opfer auf. Ein Server kontrollierte so mehr als zwei Millionen Rechner.

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