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Netzpolitik
03/16/2012

US-Flughäfen: Express-Kontrollen gegen Geld

Die im US-Heimatschutzministerium angesiedelte Verkehrsbehörde Transportation Security Administration (TSA) will es Reisenden, die bestimmte Kriterien erfüllen, ermöglichen gegen die Zahlung von 100 Dollar vor peniblen Sicherheitskontrollen am Flughafen verschont zu bleiben.

Gegen die Zahlung von 100 Dollar sollen Reisende auf US-Flughäfen künftig an  peniblen Sicherheitskontrollen vorbeigewunken werden, berichtet das "Wall Street Journal". Das von der US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA gestartete Programm "Precheck" sieht vor, dass sich Vielflieger, die bestimmte Kriterien erfüllen, auf eigens dafür eingerichteten Spuren an Sicherheitsvorkehrungen vorbei ins Flugzeug gelangen können.

Um welche Kriterien es sich dabei handelt, ist nicht bekannt. Die für das Programm ausgewählten Personen würden von den Fluglinien eingeladen, ist im  "Wall Street Journal" zu lesen. Auch Reisende, denen ein niedriges Sicherheitsrisiko bescheinigt wurde und die sich im "Global-Entry"-Programm der Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA befinden können laut der Zeitung "Precheck" in Anspruch nehmen.

Pilotphase
"Precheck" befindet sich noch in der Pilotphase und wird derzeit von zwei US-Fluglinien auf neun Flughäfen getestet. Teilnehmer des Programms werden nur von einem Metall-Detektor durchleuchtet und ersparen sich Ganzkörper-Scans und das Abtasten durch Sicherheitskräfte. Sie können elektronische Geräte in den Taschen lassen und Jacken und Gürtel beim Passieren der Sicherheitskontrolle anbehalten.

Die Namen der Teilnehmer an dem Programm sollen jedoch auch künftig mit Terrorismus-Listen der US-Sicherheitsbehörden abgeglichen werden. Auch Zufallskontrollen für die "Precheck"-Passagiere soll es nach Angaben der Zeitung weiter geben. Bis zum Jahresende soll "Precheck" auf 35 Flughäfen und sechs Fluglinien ausgeweitet werden.

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