Stuxnet
06/02/2012

US-Insider: Cyberangriffe zum Zeitgewinn

Sanktionen und Diplomatie sollten greifen

Die USA haben Kreisen zufolge unter dem früheren Präsidenten George W. Bush mit der Entwicklung einer komplexen Cyber-Waffe begonnen. Damit habe man die Regierung in Teheran daran hindern wollen, ihr mutmaßliches Atomwaffenprogramm fertigzustellen, ohne dafür militärisch angreifen zu müssen, sagten frühere und noch tätige mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter.

Bushs Nachfolger Barack Obama habe nach seinem Wahlsieg die Anstrengungen weitergeführt. Der Computerwurm Stuxnet sei dann auch im Iran eingesetzt worden, um die Übergangszeit nach dem Wechsel im Präsidentenamt zu überbrücken und mehr Zeit für Sanktionen und Diplomatie zu schaffen.

Der hochkomplexe Computerwurm Stuxnet war gezielt für Industrieprogramme entwickelt worden und hatte vor allem Anlagen wie Kraftwerke oder Chemiefabriken, auch in Deutschland, befallen. Zwei Personen, die mit dem US-Programm vertraut sind, sagten, dass es mehrere Hundert Millionen Dollar gekostet habe, die Cyber-Angriffe auszuführen.

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