Netzpolitik
04.03.2015

US-Regulierer FCC verteidigt Votum für Netzneutralität

Tom Wheeler hat in Barcelona das Verbot bezahlter Überholspuren im Netz verteidigt. Dadurch werde sich an der Umsatzsituation der Anbieter nichts ändern, sagte Wheeler.

Der Chef der amerikanischen Telekom-Aufsicht FCC, Tom Wheeler, hat die neuen Regeln für Breitband-Internet mit einem Verbot bezahlter Überholspuren im Netz verteidigt. Die FCC habe keine übermäßige Regulierung beschlossen, sagte Wheeler am Dienstag auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.

Wenn die Regeln in Kraft treten, werde sich an der Umsatzsituation der Anbieter nichts ändern. Die FCC wolle vier Prinzipien durchsetzen: Keine Blockaden, keine Tempobremsen, keine bezahlten Überholspuren und Transparenz.

Die FCC hatte die Entscheidung vergangene Woche mit einer Mehrheit von drei zu zwei Stimmen getroffen. Er stelle sich nach entsprechenden Ankündigungen auf Klagen der großen Netzbetreiber ein, sagte Wheeler in Barcelona dem Sender Bloomberg TV. Den Breitband-Anbietern wie AT&T und Verizon ist vor allem das strikte Verbot bezahlter Überholspuren ein Dorn im Auge. Sie kritisieren, das könne Investitionen abwürgen.