Netzpolitik
03.02.2015

US-Regulierungsbehörde FCC will Netzneutralität schützen

Nachdem US-Präsident Obama die FCC aufgefordert hat, bei der Netzneutralität durchzugreifen, will sich die Behörde nun mehr Regulierungsmöglichkeiten einräumen.

Die amerikanischen Telekom-Aufseher wollen nach Medienberichten gegen bezahlte Überholspuren im Internet vorgehen. Das wäre ein Erfolg für die Befürworter der sogenannten Netzneutralität, nach der alle Arten von Daten gleich behandelt werden müssen.

Die US-Regulierungsbehörde FCC wolle die Anbieter von Breitband-Internetanschlüssen künftig mit Telekom-Unternehmen gleichsetzen, berichteten die "New York Times" und das "Wall Street Journal" in der Nacht zum Dienstag. Das würde ihr mehr Regulierungs-Möglichkeit als heute geben.

Anstoß von Präsident Obama

Präsident Barack Obama hatte die FCC im November zu einem harten Vorgehen zum Schutz der Netzneutralität aufgefordert. Die Internet-Anbieter erklären, die bezahlten Überholspuren seien für Dienste gedacht, die eine schnelle und gesicherte Datenübertragung erfordern - etwa Gesundheits- oder Verkehrsanwendungen. Verfechter der Netzneutralität befürchten hingegen, das könnte am Ende kleinere Firmen benachteiligen, die kein Geld für schnellere Leitungen haben.