Netzpolitik
03.11.2013

USA und Australien spionierten auf UNO-Klimakonferenz

Laut dem Guardian sollten Telefonnummern von indonesischen Sicherheitsvertretern gesammelt werden.

Der australische Geheimdienst DSD und die NSA der USA haben laut einem Zeitungsbericht während der UNO-Klimakonferenz im Dezember 2007 gemeinsam die indonesischen Sicherheitsbehörden ausgespäht. Ziel sei es gewesen, die Telefonnummern der indonesischen Sicherheitsvertreter zu sammeln, um sie für den Notfall zu kennen, zitiert die australische Ausgabe der britischen Zeitung "Guardian" am Sonntag einen NSA-Bericht aus dem Jahr 2008.

Demnach war die Mission nicht besonders erfolgreich. Ihr "Höhepunkt" sei die Handynummer des Polizeichefs von Bali gewesen, hieß es in dem Bericht weiter. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf Dokumente des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters und Aufdeckers Edward Snowden.

Zuvor hatten China und Indonesien bereits auf Aufklärung über die US-Geheimdienstprogramme gepocht, nachdem die australische Zeitung "Sydney Morning Herald" über US-Spionageeinrichtungen im Osten und Südosten Asiens berichtet hatte. Unter anderem sollen die USA von ihrer Botschaft in Jakarta aus Telefonate und Telekommunikationsdaten überwacht haben. Demnach soll auch Australien an den US-Geheimdienstaktivitäten in der Region beteiligt gewesen sein.