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Netzneutralität
06/13/2012

USA untersucht Benachteiligung von Webdiensten

Laut einem Bericht des „Wall Street Journals" untersucht das US-Justizministerium die jüngsten Vorwürfe in den USA, nach denen Kabelgesellschaften ihre eigenen Dienste gegenüber denen von Online-Streaming-Anbietern bevorzugen würden.

Während die europäischen Netzbetreiber

machen, in den generellen Prinzipien der internationalen Telekommunikation, die von einer Sonderorganisation der UNO festgelegt werden, verankern zu wollen, dass Anbieter von Bandbreiten-intensiven Diensten extra zahlen müssen, wurde in den USA eine Untersuchung eingeleitet, die herausfinden soll, ob Netzbetreiber und Kabelgesellschaften ihre eigenen Dienste den Vorrang gegenüber Online-Video-Diensten wie Netflix oder Hulu geben.

Die mit den Untersuchungen vertrauten Personen haben laut dem (kostenpflichtigen) „Wall Street Journal"-Bericht bereits mit großen Video-Unternehmen wie Netflix, Hulu, Comcast und der Time Warner Cable-Gesellschaft gesprochen.

Werden Web-Dienste benachteiligt?
Die Nachforschungen wurden deshalb gestartet, weil sich in den USA das Verhalten beim Konsum von Video-Inhalten immens verändert hat. Während die Menschen früher traditionell ihr Programm via Kabel-Anbieter empfangen haben, setzen heutzutage bereits viele auf Anbieter wie Netflix, Hulu oder Amazon.Nun soll untersucht werden, ob diese Anbieter benachteiligt werden.

Konsumenten-Vertreter haben in der Vergangenheit bereits mehrfach betont, dass die Regeln zur Netzneutralität durch die Einschränkung von Bandbreiten-intensiven Diensten verletzt werden.

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