Netzpolitik
19.05.2015

Verherrlichung von Terrorismus im Internet: 16 Festnahmen

Die Festgenommenen sollen spanische Terrorgruppen auf sozialen Netzwerken glorifiziert und Attentatsopfer beleidigt haben.

Spanien geht hart gegen die Verherrlichung des Terrorismus im Internet vor. Wegen dieser Straftat seien jetzt in verschiedenen Regionen des Landes weitere 16 Menschen festgenommen worden, teilte das Innenministerium am Dienstag in Madrid mit.

Die Aktion "Arana-III" (Spinne-III) sei eine Fortsetzung der im Mai und November 2014 von der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) durchgeführten Operationen "Arana-I" und "Arana-II" mit insgesamt 40 Festnahmen. Die Festgenommenen hatten den Angaben zufolge unter anderem schon lange zurückliegende Anschläge spanischer Terrorgruppen, die den bewaffneten Kampf bereits aufgegeben haben, auf sozialen Netzwerken glorifiziert. Einige hätten auch Attentatsopfer und deren Familien beleidigt sowie zu Ermordungen von Regierungsmitgliedern, Bürgermeistern, Richtern und Unternehmern aufgerufen, hieß es.