Netzpolitik
31.10.2015

Vier Kameras überwachen Welser Innenstadt

Die Polizei sieht darin eine Präventionsmaßnahme und Hilfe bei der Aufklärungsarbeit. Die Anschaffungskosten betragen 167.000 Euro.

Im FPÖ regierten Wels hat am Freitag die seit Jahren von den Blauen geforderte Videoüberwachung in der Innenstadt begonnen. Vier Kameras rund um den Kaiser Josefplatz und den Stadtplatz übermitteln Echtzeitbilder an die Leitzentrale der Landespolizeidirektion OÖ, teilte diese in einer Presseaussendung mit. Die Anschaffungskosten von rund 167.000 Euro trägt die Stadt.

Die Steuerung der schwenkbaren Kameras und die Beobachtung der Echtzeit-Bilder übernehmen Polizisten in der Linzer Stadtleitzentrale. Bei einem Zwischenfall werden die Wels Kollegen verständigt. "Diese Videoüberwachung ist nicht nur eine Präventionsmaßnahme, sondern soll unter anderem auch zur Aufklärung gerichtlich strafbarer Handlungen dienen", so die Polizei weiter. Der Datenschutzbeauftragte des Innenministeriums hatte im Sommer auch sein Okay für die seit 2008 diskutierte Überwachung in Oberösterreichs zweitgrößten Stadt gegeben.

Die Videoüberwachung "kritischer Plätze" ist auch erklärtes Ziel der neuen schwarz-blauen Regierungskoalition in Oberösterreich. Laut ihrem Arbeitsübereinkommen wurde die Erstellung eines entsprechenden Konzeptes zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls für die Bevölkerung vereinbart.