EU-Parlament erlaubt Einsatz von Nacktscannern

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USA
11/17/2010

Widerstand gegen Fluggastkontrollen

Angesichts neuer Abtastmethoden und des zunehmenden Einsatzes von Nacktscannern braut sich in den USA Widerstand gegen schärfere Flughafenkontrollen zusammen. Bürgerinitiativen rufen Passagiere auf, entweder nicht zu fliegen, oder aus Protest Nacktscanner zu verweigern.

Eine intensivere Art des Abtastens, das nach den vereitelten Paketbombenanschlägen vorigen Monat eingeführt wurde, empfinden viele Fluggäste als Grabscherei, berichtete der US-Fernsehsender CNN am Samstag.

Von einer "wachsenden Ablehnung unter Piloten, Flugbegleitern, Bürgerrechtlern und genervten Passagieren, denen die Berührungen zu weit gehen", berichtet indes die "Washington Post".

"Wo ist die Grenze?"

Heimatschutzministerin Janet Napolitano versuchte nach diesen Angaben, am Freitag bei einem Gespräch mit Vertretern der Reiseindustrie Bedenken zu zerstreuen - mit nicht allzu viel Erfolg.

"Das Treffen mit Ministerin Napolitano war informativ, völlig beruhigend war es nicht", teilte der US-Reiseverband hinterher mit. "Wir verstehen die Herausforderungen für das Heimatschutzministerium, aber die Frage bleibt: Wo ist die Grenze?"

Nacktscanner in der Kritik

Die Pilotengewerkschaften der Fluggesellschaften US Airways und American Airlines raten Flugpersonal derweil davor ab, sich Körperscannern auszusetzen. Häufiges Durchleuchten führe nach verfügbarem medizinischen Wissen zu "bedeutsamen Gesundheitsrisiken", schreibt der Präsident der Pilotenvertretung von US Airways, Mike Cleary, die mehr als 5000 Mitglieder zählt.

Bislang sind laut CNN an fast 70 US-Flughäfen knapp 350 Nacktscanner im Einsatz. Bis zum Ende nächsten Jahres sollen es landesweit etwa 1000 Geräte sein.

Aufruf zum Boykott

Mehrere Bürgerinitiativen wehren sich gegen den Einsatz der Scanner. Die Online-Gruppe "National Opt Out Day" ruft dazu auf, am 24. November - wegen des Thanksgiving-Festes der geschäftigste US- Reisetag des Jahres - sich den Geräten zu verweigern.

Die Datenschutz-Gruppe EPIC (Electronic Privacy Information Center) fordert eine öffentliche Untersuchung, um Risiken der Scanner für Privatsphäre und Gesundheit festzustellen.

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(dpa/futurezone)

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