Netzpolitik
22.02.2017

Europäische Datenschützer rüffeln Microsoft erneut

Die Artikel-29-Gruppe der EU-Datenschutzbeauftragten sieht bei Microsofts Betriebssystem Windows 10 weiterhin Datenschutzmängel.

In einem vor kurzem veröffentlichten offenen Brief, der unter anderem an Microsoft-Chef Satya Nadella adressiert ist, fordern die Datenschützer den Softwarekonzern auf, klar bekanntzugeben welche Daten von den Nutzern gesammelt und wofür sie verwendet werden.

Viele Fragen offen

Microsoft habe zwar Verbesserungen im Installationsprozess des Betriebssystems in Aussicht gestellt, die Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben sollen, dabei würden allerdings viele Fragen offen bleiben, heißt es in dem Schreiben. Weder der Umfang noch der der Verwendungszweck der Daten würden näher ausgeführt. Eine Zustimmung der Nutzer sei unter solchen Bedingungen nicht rechtsgültig.

Untersuchungen

Dass Windows 10 eine Vielzahl von Daten über seine Nutzer an Microsoft übermittelt, hatten Datenschützer in Europa und den USA auf den Plan gerufen. In Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Ungarn, Slowenien, Spanien und Großbritannien wurden deshalb auch Untersuchungen der Datenschutzbehörden eingeleitet. Die Datenschutzbehörden seien über Windows 10 weiterhin besorgt, heißt es in dem Schreiben, bei der Beseitigung der Mängel setze man auf die Kooperation von Microsoft.