Angriffe
10/02/2012

Zahlreiche DDoS-Attacken in Schweden

Polizei vermutet Zusammenhang mit Assange-Auslieferungsbegehren

Unternehmen und Behörden in Schweden sind am Montag Online-Attacken ausgesetzt gewesen, die möglicherweise von Anhängern des Wikileaks-Gründers Julian Assange koordiniert wurden. Ein Polizei-Sprecher sagte im Rundfunksender SR, dass die Angriffe auf schwedische Internetserver „offenbar“ mit dem Stockholmer Auslieferungsbegehren gegen Assange zusammenhingen. Der für IT-Fragen zuständige Anders Ahlqvist erklärte weiter: „Solange diese Sache läuft, werden wir weiter ähnliche Angriffe erleben.“

Assange hält sich in der Botschaft Ecuadors in London auf, um der von britischen Gerichten verfügten Auslieferung an Schweden zu entgehen. Hier soll er wegen des Verdachts sexueller Vergehen gegen zwei Frauen verhört werden.

Zu den von sogenannten DDOS-Angriffen betroffenen Einrichtungen in Stockholm gehörten am Montag die Nachrichtenagentur TT, die Banken Swedbank und SEB, die Bahngesellschaft SJ sowie Server des Militärs. Bei derartigen Attacken werden die betroffenen Websites durch Überlastung lahmgelegt. Dies gelang unter anderem bei TT und dem Verkaufssystem der Bahngesellschaft.

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