Die neue Creative Cloud soll mobiles Arbeiten integrieren

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Creative Cloud
10/06/2014

Adobe führt mobile Anwendungen und Desktop näher zusammen

Im Rahmen der "Adobe Max 2014"-Konferenz wurden die neusten Updates zur Creative Cloud präsentiert. Vor allem das geräteunabhängige Arbeiten soll in den Fokus rücken.

Im Zentrum von Adobes Software-Ökosystem soll fortan das "Creative Profile" sitzen, eine sozialen Medien nachempfundene zentrale Anlaufstelle, die es Nutzern erlaubt ihre Dateien, Einstellungen, Farbschemata, Pinsel und andere Einstellungen und Werke über Geräte- und Programmgrenzen hinweg zu verwenden. So kann eine Farbpalette mit Photoshop am Desktop erstellt, mit der "Adobe Color"-App und der Smartphone-Kamera um eine Farbe erweitert und anschließend wieder am Desktop in Adobes Illustrator verwendet werden.

Dadurch soll es Nutzern ermöglicht werden, auch mit mobilen Apps professionell zu arbeiten. Dafür hat Adobe auch sein mobiles Software-Sortiment neu organisiert, ergänzt und umbenannt. Mit Photoshop Sketch und Photoshop Mix können Bilder erstellt, verändert und neu arrangiert werden, Lightroom Mobile ergänzt das Angebot. Mit Illustrator Draw und Illustrator Line sollen auch Vektorgrafiken problemlos am mobilen Gerät bearbeitet werden können. Adobe Premiere Clip erlaubt einfachere Videobearbeitung am Smartphone oder Tablet. Begonnene Projekte können jeweils nahtlos mit den großen Desktop-Geschwistern der Apps übernommen werden.

Umgebung spielt mit

Zusätzlich bietet Adobe mit "Brush", "Shape" und "Color" Apps an, die es ermöglichen, die Umwelt in die eigenen Projekte miteinzubeziehen. So können mit Brush neue Pinsel für Adobe-Anwendungen aus Fotos erstellt werden, so dass etwa mit einer Reihe aus Erdbeeren gemalt werden kann. Shape erlaubt es, die Umrisse eines Objekts oder einer Grafik mit dem Smartphone einzufangen und in anderen Adobe-Programmen zu verwenden. Color schließlich erlaubt es, Farben oder ganze Farbpaletten aus der Umgebung mit der Kamera zu erfassen und in der Creative Cloud zu verwenden.

Die Apps sind derzeit nur für iOS erhältlich und können ab sofort im App Store heruntergeladen werden. Android Versionen "einiger Apps" werden derzeit zwar entwickelt, ein Veröffentlichungsdatum gibt es aber noch nicht, wie Adobe im Rahmen einer Pressekonferenz bekanntgab. Mit der Creative SDK 1.0 bietet Adobe den Entwicklern anderer Apps zudem die Möglichkeit, über eine Schnittstelle auf Teile der Adobe-Technik zurückzugreifen und diese in eigenen Apps zu verwenden.- Die Möglichkeit, eigene Pinsel zu kreieren, könnte damit etwa auch in Dritt-Anwendungen zum Einsatz kommen.

Touch ist Trumpf

Viele Adobe-Desktop-Programme haben ein verbessertes Touch-Interface spendiert bekommen, das etwa auf Windows-8-Geräten eine bequeme Bedienung mit dem Finger oder einem Stift erlauben soll. Illustrator, Photoshop, Premiere Pro und After Effects haben dieses Upgrade erhalten.Mit Creative Cloud Extract sollen sich künftig zudem schneller Eigenschaften von Bildebenen extrahieren und in anderen Bildern oder Programmen verwenden lassen.