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10.01.2013

Amazon verschenkt MP3s zu gekauften CDs

Käufer von CDs erhalten ab sofort auch den dazu passenden MP3-Download kostenlos dazu. Der AutoRip genannte Dienst ist ab sofort verfügbar. Die Musik wird im Amazon Cloudplayer hinterlegt. Der Dienst ist vorerst nur für 50.000 Alben verfügbar, soll aber laufend erweitert werden.

Der Online-Händler Amazon macht seinen US-Kunden den Weg von der CD zu digitaler Musik einen Schritt leichter: Für zunächst rund 50.000 Alben gibt es die MP3-Version gratis dazu. Wer sich seit 1998 diese CDs bei Amazon gekauft hat, bekommt die digitalen Varianten direkt in den Cloud-Musikplayer der Firma zugestellt. Das Angebot mit dem Namen „AutoRip" werde ständig um weitere Titel erweitert, kündigte Amazon am Donnerstag an. Eine Anmeldung für den Dienst ist nicht erforderlich. Kunden, die Musik-CDs über Amazon erworben haben, sollen in den nächsten Tagen eine Benachrichtigung über die Funktion erhalten. Laut Amazon habe man derzeit Abkommen mit den drei größten Labels (EMI, Sony und Warner) sowie "mehreren hundert Independent-Labels."

Digitale Musik überholt CDs
Die kostenlose Version von Amazon Cloud-Player hat ein Limit von 250 Titeln, die importiert werden dürfen. Titel von AutoRip sollen nicht miteinberechnet werden. Ein Premium-Zugang kostet 25 Euro pro Jahr und erlaubt den Import von insgesamt 250.000 Titeln sowie eine höhere Qualität (256 kbps). Die Ankündigung Amazons folgt der Veröffentlichung

zum US-Musikmarkt. Darin überholt die Zahl der digitalen Verkäufe den Verkauf von CDs und anderen Tonträgern bei weitem.

Cloud-Player
In vielen Fällen bekomme man die Kombination aus CD und MP3-Datei günstiger als die digitale Version bei Apples iTunes-Plattform, stichelte Amazon gegen den großen Wettbewerber. Apple ist mit seinem iTunes-Dienst der weltgrößte Musik-Verkäufer, auch wenn neue Streaming-Angebote wie Spotify und Pandora immer populärer werden. Amazon verkauft bereits seit 1998 Musik in Form von CDs und anderen Tonträgern. Seit 2007 bietet Amazon mit Amazon MP3 auch Musikdownloads an und hat 2011 sein Angebot mit dem Cloud Player um einen Streaming-Dienst erweitert. Dieser setzt jedoch voraus, dass sich die Musik bereits im Besitz des Nutzers befindet und funktioniert daher ähnlich wie Google Music.

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