© Screenshot/Anonymous

Linux
03/15/2012

Anonymous-Betriebssystem ist eine Fälschung

Unter dem Namen des Hacker-Kollektivs wurde eine Linux-Distribution auf Basis von Ubuntu veröffentlicht. Anonymous selbst warnt davor und gibt an, dass es sich bei dem OS um Schadsoftware handelt.

Das vermeintliche Anonymous-OS präsentiert sich ganz in der Optik, die man eigentlich von dem Kollektiv gewohnt ist. Basis ist Ubuntu 11.10 in Verbindung mit MATE-Desktop. Bei Tumblr wurde ein Blog eingerichtet, wo Details zu dem Projekt bekannt gegeben wurden. So wurde das OS laut den Urhebern zu "Lernzwecken” entwickelt, “um die Sicherheit von Webseiten zu überprüfen”. Man solle die Software nicht zu zerstörerischen Zwecken verwenden, denn man könne dabei im Gefängnis landen, so der Blog. Kurz nach Veröffentlichung hat Anonymous selbst über ihren Twitter-Account bekannt gegeben, das die Software nicht von dem Kollektiv stammt und darüber hinaus Trojaner enthält.

Zu den vorinstallierten Programmen der Distribution zählt etwa der ParolaPass Passwort-Generator, das Anonymisierungstool Tor, oder Wireshark, das etwa zum Eindringen in verschlüsselte WLAN-Netzwerke genutzt werden kann.

The Hacker News warnte bereits im Vorfeld davor, dass die Distribution selbst zum Ausspionieren der Nutzer gedacht sein könnte. Das Portal vermutete entweder Hacker, oder auch Behörden dahinter, die das OS zu Ermittlungszwecken nutzen.

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