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08.02.2017

Apple bleibt bei Smartwatches konkurrenzlos

Marktforschern zufolge konnte Apple seinen Vorsprung im Smartwatch-Markt weiter ausbauen. Sechs Millionen Uhren verkaufte Apple trotz Lieferengpässen im Weihnachtsquartal.

Apple hat nach Berechnungen von Experten mit der zweiten Version seiner Apple Watch der Konkurrenz weiter Marktanteile abgenommen. Die Apple Watch sei trotz Lieferengpässen bei einigen Modellen im vierten Quartal etwa sechs Millionen Mal verkauft worden, schätzte die Marktforschungsfirma Canalys in einem Bericht von Dienstag.

Damit seien rund zwei Drittel der weltweit abgesetzten Smartwatches von Apple gekommen. Was die Umsätze angehe, seien sogar 80 Prozent der branchenweiten Erlöse bei Apple gelandet. Apple selbst nannte bisher noch keine Zahlen zu Verkäufen seiner Uhr. Apple-Chef Tim Cook sagte jüngst lediglich, das vergangene Weihnachtsquartal sei das bisher erfolgreichste gewesen.

Zwölf Millionen Uhren verkauft

Die Apple-Uhr hält seit der Markteinführung im Frühjahr 2015 die Führung im Smartwatch-Geschäft - die Verkäufe der ersten Generation waren dann aber relativ schnell abgesunken. Im gesamten Vorjahr kam Apple laut Canalys mit knapp zwölf Millionen verkauften Uhren auf einen Marktanteil von 49 Prozent. Auf Platz zwei sehen die Marktforscher den Fitness-Spezialisten Fitbit mit seiner Sport-Uhr bei 17 Prozent vor Samsung mit 15 Prozent.

Apple-Analyst Horace Dediu schätzte die Verkäufe der Watch auf Nachfrage der futurezone etwas geringer und rechnet mit 5 Millionen für das vergangene Quartal. Dass die erste Verkaufseuphorie nach der Einführung schnell verpuffte schreibt Dediu dem Umstand zu, dass Apple beim Produktlaunch zu früh dran war.

"Apple zu früh dran"

"Diese Kategorie, die durch Apple volumenmäßig eigentlich erst relevant wurde, befindet sich erst in ihrem Anfangsstadium. Steve Jobs hätte vermutlich entschieden, noch ein bis zwei Jahre zu warten, bis das Produkt ausgereifter gewesen wäre und der Markt etablierter. Andererseits hat es Apple jetzt auch nicht wirklich geschadet", sagte Dediu im Gespräch mit der futurezone.