Eine Person trägt eine Apple Vision Pro in einem Flugzeug

YouTuberin hat einen Monat lang nur Apple Vision Pro genutzt

© Becca Farsace / Screenshot

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YouTuberin hat einen Monat lang nur Apple Vision Pro genutzt

Wenn man sich das Promo-Video zur Apple Vision Pro ansieht, wird einem nahegelegt, dass das Headset so ziemlich jeden Screen ersetzen kann - vom Smartphone über die Smartwatch und dem Laptop bis zum Desktop und dem TV-Gerät. 

Denkt man ein bisschen darüber nach und versetzt sich in die jeweiligen Situationen, könnte man selbst draufkommen, dass das ein reines Marketing-Video ist. Kaum jemand steht etwa in der Küche, entwirft über mit dem Headset ein neues Surfboard und spielt gleichzeitig mit einem Kind Fußball. 

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Banale Sachen

Inwieweit die Apple Vision Pro tatsächlich alle Screens im Alltag ersetzen kann, wollte die bekannte Tech-YouTuberin Becca Farsace herausfinden. Sie hat das Headset einen Monat lang tagtäglich getragen und versucht ihren Desktop, Laptop und TV damit zu ersetzen. 

Zunächst sind ihr dabei ganz banale Sachen aufgefallen. Zum Beispiel bringt die Halterung der Vision Pro permanent die Frisur durcheinander. Gleichzeitig sehen die Augen nach einiger Zeit aus, als wäre man gerade nach einer durchzechten Nacht aufgestanden. Außerdem ist das Gerät schwer, was auf Dauer möglicherweise Nackenschmerzen bereitet.

Was Farsace noch anmerkt: Man könne beispielsweise nur sehr schwer aus einer Kaffeetasse trinken, während man das Headset trägt. Einerseits ist die Brille im Weg, andererseits ist die Kopfbewegung nach hinten für den Blick auf die Inhalte alles andere als zuträglich. 

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Screen im Screen

Der Screen der Vision Pro ist zwar riesig und oft ungemein praktisch. Problematisch war für sie aber auch, dass das Display des Headsets permanent in die reale Umgebung eingebettet ist. Das lenke ab, störe die Konzentration und sei auf Dauer ziemlich anstrengend. 

Wirklich schwierig sei es aber, wenn man durch die Apple Vision Pro auf ein anderes Display schaut. Durch die Beschichtung der Brille seien die Inhalte etwa auf dem Handy-Screen nur sehr schwer zu erkennen. Auch wenn man das iPhone in die Vision Pro spiegeln kann, gibt es so manche Situation, in der man eben doch auf einen anderen Screen schauen muss, so die YouTuberin. 

Wenn man unterwegs ist, habe man zwar stets einen riesigen Screen dabei. Gleichzeitig sei aber die passende Tasche für die Vision Pro ziemlich umfangreich, klobig, schwer und nehme viel Platz ein. 

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Das unlösbare Problem 

Sie hat versucht, das TV-Gerät durch die Vision Pro zu ersetzen. Als sie dafür ihrer Partnerin das Headset geliehen hat, war diese vom riesigen Screen der Vision Pro mehr als begeistert. Das Problem: Nur die Partnerin konnte in diese immersiven Welten abtauchen. 

Diese Sache stellt das Apple-Headset vor ein unlösbares Problem: Eine Serie auf einem TV-Gerät zu schauen, ist oft eine soziale Angelegenheit, bei der man etwas gemeinsam erlebt. Das ist mit der Vision Pro einfach nicht möglich. Der dortige Screen ist immer nur privat und exklusiv und nie etwas Soziales. 

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Damit beide auf der Couch liegen und gleichzeitig Inhalte mit der Vision Pro genießen können, würden sie 2 Headsets benötigen. Das ist natürlich eine Preisfrage. Laut Farsace würden derzeit 2 Stück der Vision Pro auf mehr als 7.500 Dollar kommen. 

Die YouTuberin fällt ein eindeutiges Fazit: Die Apple Vision Pro ist einfach nicht ihr Geld wert. Dennoch bleibe die Nutzung der Vision Pro ein faszinierendes Erlebnis, das man nicht genug empfehlen könne. Jeden Screen im Alltag könne sie aber ganz bestimmt nicht ersetzen.

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