© Martin Krachler

App-Test
01/23/2014

Hinter die historischen Fassaden von Graz blicken

Mit der österreichischen App "GrazWiki" sollen historisch Interessierte das alte Graz erkunden können. Was die App wirklich kann, hat die futurezone vor Ort getestet.

von Martin Krachler

Die steirische Landeshauptstadt Graz blickt bereits auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück und ist geprägt von hunderten historischen Gebäuden. Doch was verbarg sich einst hinter diesen Fassaden? Entwickler und Projektleiter Martin Brunner möchte mit seiner App "GrazWiki" Bewusstsein für die Umgebung schaffen.

Der etwas andere Stadtplan

Brunner selbst sieht seine Plattform "GrazWiki" als eine Art modernen Stadtplan. Damit sei es möglich, sich von Gebäude zu Gebäude durch Graz zu navigieren und historische wie auch bauliche Informationen über das Haus, vor dem man sich gerade befindet, zu erlangen. Auch bereits abgerissene Immobilien werden in der App angezeigt.

GrazWiki - App1

GrazWiki - App6

GrazWiki - App9

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GrazWiki - App4

GrazWiki - App3

Violette Pin-Ups kennzeichnen Datensätze

Beim Starten des Programmes erscheint der Hauptbildschirm der App, im Hintergrund des Fensters befindet sich eine Stadtkarte von Graz, die (in der Android-Version) mit kleinen violetten Pin-Ups übersäht ist. Diese Stecknadeln zeigen je einen verfügbaren Datensatz über ein umliegendes Gebäude an. Die Bereitstellung des Kartenmaterials erfolgt über den US-amerikanischen Kartenprovider Mapquest, der kostenlose Karten- und Routingdienste auf Basis kommerzieller (NAVTEQ) und freier Geodaten (OpenStreetMap) anbietet.

Wie funktioniert "GrazWiki"?

Nach der Lokalisierung über die integrierten Ortungsdienste, kann der Nutzer auch bereits nach violetten Stecknadeln in seiner Umgebung suchen. Mit einem Tipp darauf erscheint die Adresse des Gebäudes, mit einem weiteren Tippen gelangt man schließlich zu der Beschreibung und einem Foto der jeweiligen Immobilie. Der jeweilige Steckbrief enthält Informationen etwa über den Baustil des Gebäudes als auch teilweise über Innenausstattung und wichtige historische Fakten.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich die Datensätze kategorisieren zu lassen und sich so beispielsweise ausschließlich Gedenkstätten, Gebäude unter Denkmalschutz oder etwa abgerissenen Gebäude anzeigen zu lassen. Über den Routen-Modus kann vorprogrammierten Strecken entlang gegangen werden.

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Mit "GrazWiki" bietet man Usern ein interessantes Tool, um schnell bauliche wie auch historische Informationen zu umliegenden Gebäuden zu erlangen. Die App funktionierte im futurezone-Test vor Ort gut, vor allem die einfache Benutzeroberfläche fiel positiv auf. Die Steckbriefe zu den Immobilien sind relativ umfangreich.

Einzig und allein die vergleichsweise längeren Ladezeiten des Kartenmaterials verminderten das Nutzererlebnis. Trotz guter HSDPA-Mobilfunkverbindung beanspruchte das Laden im Test einige Sekunden länger als von ähnlichen Kartendiensten gewohnt.

Fazit

Alles in allem ist "GrazWiki" eine interessante App für den Raum Graz, außerhalb der Stadtgrenzen sind allerdings kaum Datensätze vorhanden, diese können jedoch - auch von Gemeinden etwa - eingereicht werden.

Die App "GrazWiki“ steht kostenlos für Android und iOS in den jeweiligen Stores zum Download bereit.

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