Das Basis-Kit kostet umgerechnet rund 140 Euro

© CastAR

castAR: Virtual Reality-Brille mit Projektoren
10/15/2013

castAR: Virtual Reality-Brille mit Projektoren

Eine von ehemaligen Valve-Mitarbeitern entwickelte Virtual Reality-Brille verspricht ein günstiges 3D-Erlebnis mit Headtracking, das über zwei Projektoren realisiert wird.

Eine von zwei ehemaligen Valve-Mitarbeitern entwickelte Virtual Reality-Brille hat am Montag ihren Weg auf Kickstarter gefunden und sorgt derzeit für Aufsehen. Die castAR projiziert mit Hilfe zweier kleiner auf den Brillengläsern ein Bild auf die reflektierende Oberfläche einer Decke. Die Bilder werden zurückgeworfen und erzeugen ein stereoskopisches Bild. In die Decke sind Infrarot-Sensoren verbaut, die von einer Kamera an der castAR erfasst werden. So werden die Kopfbewegungen des Benutzers relativ zur projizierenden Fläche erfasst.

Jeri Ellswort und Rick Johnson, die Schöpfer der Brille, sorgten im Februar mit ihrer Entlassung bei Valve für Aufsehen, konnten das Unternehmen jedoch dazu überreden, ihnen die Rechte am Projekt zu überlassen. Die castAR kann mit zwei verschiedenen Clip-Ons allerdings auch in eine Augmented Reality-Brille, die ohne die reflektierende Decke funktioniert, oder eine geschlossene Virtual Reality-Brille wie die Oculus Rift verwandelt werden. Die Auflösung der Projektoren beträgt 720p, die Brille muss über USB und HDMI mit dem PC verbunden werden. Smartphones und Tablets werden derzeit noch nicht unterstützt.

Günstiger als Oculus Rift

Ellsworth und Johnson haben zudem Zubehör angekündigt, mit dem sich die Möglichkeiten der castAR indirekt erweitern lassen. So gibt es mit dem "Magic Wand" ein Eingabegerät, das 3D-Bewegungen entsprechend umsetzen kann. Das RFID Tracking Grid wird unter die reflektierende Oberfläche gelegt und verwandelt diese in ein frei gestaltbares Spielbrett. So können beispielsweise Spielfiguren aus Dungeons & Dragons einfach durch Platzieren auf einem zuvor selbst kreierten Spielbrett verschoben werden. Spiele, die die Technologie aktiv nutzen, sind derzeit noch rar, man befinde sich jedoch laut den Entwicklern in Gesprächen. Die Technologie sei dank eines selbst entwickelten SDKs sehr einfach zu integrieren. Das Starter Package der Brille kostet 189 US-Dollar (umgerechnet rund 140 Euro) und beinhaltet eine 1x1 Meter große Projektions-Fläche.