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CES Clio: Der (fast) unsichtbare Lautsprecher.

Beim Clio-Lautsprecher wird das Glas an beiden Seitenenden im Sockel zum Schwingen gebracht. 
Beim Clio-Lautsprecher wird das Glas an beiden Seitenenden im Sockel zum Schwingen gebracht.  - Foto: Thomas Prenner
Eine gebogene Scheibe aus Acrylglas ist 32 Zentimeter breit und etwa 23 Zentimeter hoch.
Eine gebogene Scheibe aus Acrylglas ist 32 Zentimeter breit und etwa 23 Zentimeter hoch. - Foto: Thomas Prenner
Eine Alternative zu herkömmlichen Lautsprecher-Systemen will das US-Unternehmen Clear View Audio entwickelt haben - einen Lautsprecher, bei dem Acrylglas statt einer Membran zum Klingen gebracht wird.

Eine gebogene Scheibe aus Acrylglas, 32 Zentimeter breit und etwa 23 Zentimeter hoch, steckt in einem fast zehn Zentimeter tiefen Kunststoffsockel, in dem sich an der Unterseite die gesamte Elektronik sowie der kleine Subwoofer befinden. Mit „Clio“ stellt das US-Unternehmen auf der CES einen neuen Lautsprecher und gleichzeitig eine völlig neue Lautsprecher-Technologie vor.

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Foto: Clear View Audio

Schwingungen im Acrylglas

Einige Jahre wurde an der neuen Systematik getüftelt, die Edge Motion genannt wird – an den Kanten/Ecken wird die Bewegung, sprich der Schall ausgelöst. Bei  „Edge Motion“ übernimmt Acrylglas die Funktion der Membran. Wird bei herkömmlichen Lautsprechern die Membran von hinten zum Vibrieren gebracht, wird im Clio das Glas an beiden Seitenenden im Sockel zum Schwingen gebracht.  „Es entstehen Schallwellen, die sich nach vorne und hinten ausbreiten und einen 360-Grad-Klang erzeugen“, erklärt ClearView Audio-CEO Stefan Bokamper. Eine unsichtbare Klemme in der Mitte des Acrylglases verhindert, dass sich die Schallwellen auf der rechten und linken Seite des Acrylglases überlappen.

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Foto: Thomas Prenner

„Die Lautsprecher-Technologie ist seit 80 Jahren die gleiche, es wurde Zeit für eine neue Methode“, sagt Bokamper, ein Deutscher, der vor einigen Jahren eine kleine Gruppe von Sound-Enthusiasten und Designern zusammenstellte. Mit seinem Firmensitz in Waltham bei Boston befindet sich Clear View Audio etwa 20 Kilometer von der Zentrale der globalen Sound-Company Bose in Framingham entfernt.  Im November 2012 erst gab es private Investoren, die eine Million Dollar flüssig machten, damit das System finalisiert werden konnte, damals wurde auch der Name der ursprünglichen Firma Emo Labs in ClearView Audio umbenannt.

Klarer Klang

Der Klang, der ob des Messelärms auf der CES nicht wirklich getestet werden konnte, wird vom Hersteller – dem Äußeren des Produkts entsprechend – als „äußerst klar und voll“ beschrieben. Sobald ein Testgerät in der Redaktion einlangt, werden wir Clear View Clio gegen die Konkurrenz antreten lassen. Clio - der Lautsprecher ist 0,9 Kilogramm schwer - ist mit allen Bluetooth-Geräten kompatibel und ist freilich auch mit einem herkömmlichen Audio-Anschluss ausgestattet. In den Handel kommt das Lausprechersystem ab März für 349 Dollar vorerst in den USA und Kanada noch im Laufe des Jahres soll Sound View Clio auch in Europa erhältlich sein.

(futurezone) Erstellt am 06.01.2014, 18:30

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