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27.12.2010

Digitalkamera: Nachbau-Akkus empfehlenswert

Nachgebaute Produkte kosten teilweise bis zu 70 Prozent weniger als das Original und das bei vergleichbarer Qualität. Zu diesem Schluss kommt der Verband für Konsumenten-information (VKI), der gleichzeitig aber auch vor billigsten No-Name-Akkus warnt.

Dass sich für den sorgenfreien Gebrauch von Digitalkameras mehr als ein Akku empfiehlt, ist kein Geheimnis. Da Original-Ersatzakkus zumeist nicht gerade billig sind, weichen viele auf Nachbauten alternativer Hersteller aus.Viele der Nachbauakkus können dabei von der Qualität her durchaus mithalten, so der VKI in der aktuellen Ausgabe seines Testmagazins Konsument .

Bei Canon und Sony lohnt sich Alternative

Vor allem die getesteten Nachbauakkus von Hama und Hähnel erwiesen sich als stark. Beim Spiegelreflex-Modell Canon EOS 50D schnitt der teure Canon-Akku in puncto Kapazität und Haltbarkeit sogar schlechter als der Nachbauakku von Hama oder Hähnel ab. Und auch beim Kompaktmodell Sony DSC-W220 empfiehlt sich die günstigere Alternative.

Bei Nikon und Panasonic liegen zwar die Originalakkus vorn, aber in der Qualität ist der Abstand zu Hama bzw. Hähnel gering. Allerdings ist laut Konsument auch der Preisvorteil nicht so groß. Am Beispiel Panasonic Lumix: Der zweitplatzierte Akku von Hama kostete nur um 18 Euro weniger als das Original.

Enorme Preisunterschiede

Weiters zeigte sich im Test, dass die Preisunterschiede teils enorm sind und im Extremfall bis zum Dreifachen des Preises eines Nachbauakkus reichen. Besonders groß war der Unterschied zwischen dem getesteten Akku von Canon (86 Euro) und dem billigsten "guten" Nachbau von Ansmann (25 Euro).

Bei einigen Produkten betrug die Schwankungsbreite mehr als 30 Euro, unabhängig ob es sich dabei um einen Original-Akku oder einen Nachbau-Akku handelte. Hier kann es also leicht passieren, dass ein Nachbauprodukt bei einem Händler teurer ist als das Original bei einem anderen.

Hände weg von Fünf-Euro-Produkten

Trotz dem mehrheitlich "guten" Abschneiden der getesteten Nachbauakkus warnt der VKI vor No-Name-Produkten, die im Internet ab fünf Euro angeboten werden und keinen Hersteller- oder Anbieternamen aufweisen: "Stichproben haben gezeigt, dass diese nicht einmal halb so viel Kapazität bieten wie angegeben. Darüber hinaus fehlte der notwendige Schutz gegen Kurzschluss."

Untersucht wurden insgesamt 16 Original- und Nachbauakkus für vier gängige Kameras der größten Hersteller (Canon, Nikon, Panasonic und Sony). Gröbere Schwächen von den alternativen Markenprodukten leistete sich im Test der Conrad Energy DMW-BCG10E.

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(futurezone)