© futurezone

MWC
02/26/2013

Edel-Smartphone Huawei Ascend P2 im Hands-On

Mit dem Ascend P2 hat Huawei ein neues Modell vorgestellt, das neben seinem Design auch durch hohe Downloadgeschwindigkeiten überzeugen soll. Die futurezone hat das schicke Smartphone in einem ersten Hands-On getestet.

von Michael Leitner

Ein Jahr nach der Enthüllung des Quadcore-Smartphones Ascend P1 hat der chinesische Hardware-Hersteller dessen Nachfolger auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt. Das Ascend P2 weist einige bestechende Ähnlichkeiten zum Vorgänger auf, sei aber laut Huawei das derzeit "schnellste Smartphone" auf dem Markt.

Bis zu 150 Mbps
Diese Aussage erscheint auf den ersten Blick kühn, findet sich doch "nur" ein Quadcore-Prozessor mit 1,5 GHz sowie ein Gigabyte RAM im Ascend P2. Doch Huawei bezog sich dabei vor allem auf die Übertragungsgeschwindigkeit in mobilen Netzwerken. Das Ascend P2 ist das erste High End-Smartphone, das den LTE Cat4-Standard unterstützt, der Downloadgeschwindigkeiten bis zu 150 Mbps erlaubt. Auch die Empfangsleistung des Mobilunk- und WLAN-Chips soll die Konkurrenz deutlich übertreffen. Diese Aussagen konnten beim Hands-On jedoch nicht überprüft werden, da Huawei weder ein funktionierendes WLAN noch eine Mobilfunkverbindung zur Verfügung stellen konnte.

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Huawei Ascend P2

Das 4,7 Zoll "Infinity Edge" LC-Display bietet eine 720p-Auflösung (315 ppi) und soll rund 30 Prozent dünner als andere Bildschirme dieser Größe sein. Der Kontrast (laut Huawei 1000:1) erwies sich auch im Hands-On als sehr gut, die Farben waren kräftig, das Gerät konnte aber nicht die Farbvielfalt von AMOLED-Bildschirmen erreichen. Auch die Blickwinkelabhängigkeit war zwar gut, erreichte aber im Hands-On nicht die von Huawei genannten Werte (je 85°).

Angenehm in der Hand
Das Smartphone liegt sehr gut in der Hand und lässt sich dank seiner Form erstaunlich gut bedienen. Auch das Gewicht liegt trotz 2.420 mAh-Akku in etwa im Bereich des Vorgängers. Dank einiger neuer Energiespartechnologien (Automated Discontinous Reception, Quick Power Control) soll das P2 rund 30 Prozent effizienter sein als dessen Vorgänger. Mit stärkeren Netzteilen (rund 2 Ampere) lässt sich außerdem eine Schnellladefunktion nutzen. An seiner dicksten Stelle ist das Smartphone 8,4 Millimeter dünn. Das sei laut Huawei das derzeit dünnste Gerät, das mit einer 13 Megapixel-Kamera ausgestattet ist.

Flotte Kamera
Die Kamera war im Test dank leistungsstarkem Prozessor sehr gut beim Fokussieren und Erkennen von Gesichtern, das Auslösen war dennoch etwas träge. Dafür findet sich auf dem Ascend P2 ein Kamera-Button, der zum Starten der Kamera-App genutzt werden kann oder durch zweimaliges Pressen einen schnellen Schnappschuss erstellt. Mit Hilfe der sogenannten "Zoom Super Resolution"-Technologie soll Zoom bis zum Faktor zwei ohne Qualitätsverlust möglich sein. Im Hands-On ließ sich kaum ein Unterschied ausmachen. Das Ascend P2 soll im zweiten Quartal 2013 in Europa für 399 Euro auf den Markt kommen.

Neue Nummer Drei
Neben einem neuen Smartphone hatte Huawei auch einige beeindruckende Zahlen im Gepäck. So ist der chinesische Hardware-Hersteller, der erst vor zehn Jahren auch in den B2B-Markt eingestiegen ist, nun die neue Nummer Drei hinter Apple und Samsung auf dem Smartphone-Markt. Allein im Vorjahr sei die Zahl der verkauften Smartphones um 60 Prozent auf 32 Millionen Stück gestiegen.

Mehr zum Thema

  • Ascend P2: Huawei zeigt schnelles Top-Modell
  • Mobile World Congress: Angriff aus China
  • Huawei und Microsoft bringen Afrika-Smartphone