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Umweltsiegel EPEAT will Regeln für flache Notebooks anpassen.

Foto: Thomas Prenner
Nachdem sich Apple kurzerhand selbst das Gold-Siegel für sein aktuelles Macbook Pro Retina verpasste, kündigte die Prüforganisation EPEAT eine Anpassung der Regeln an. Diese sollen Herstellern dünner Notebooks künftig deutlich mehr Spielraum geben.

Nachdem Apple Anfang Juli seinen Rückzug vom US-Umweltsiegel EPEAT bekannt gab, kam es zu zahlreichen Diskussionen. Auch wenn Apple nach wie vor seinen Rückzug nicht begründet hat, so erscheint es als sehr wahrscheinlich, dass das neue Macbook Pro Retina, dessen Akku verklebt wurde, der Grund für den Ausstieg ist. Vergangene Woche gab Apple nach starkem Druck seiner Kunden die Rückkehr zu EPEAT bekannt - auch auf dem Macbook Pro Retina prangt mittlerweile trotz verklebtem Akku das Gold-Siegel.

Selbst verliehenes Siegel
Nun will die US-Organisation ihre Regeln für die Bewertung flacher Modelle, sogenannter "Ultrathins", überdenken. Zu diesen Modellen zählen pikanterweise auch Apples Macbook Air sowie das neue Macbook Pro Retina, dessen Gold-Zertifizierung von vielen Umweltorganisationen angezweifelt wird. Apple hatte sich das Siegel kurzerhand selbst verliehen. Das ist durchaus rechtens, dennoch steht noch eine Nachprüfung durch EPEAT an. Sollten nun im Vorfeld dieser Nachprüfung neue Regeln für die Bewertung von dünnen Notebooks kommen, dürfte dies auch ein schlechtes Licht auf EPEAT werfen.

Weiterentwicklung geplant
Das dürfte allerdings nicht nur im Interesse von Apple sein, denn auch zahlreiche andere Hardwarehersteller fertigen ihre Modelle als Ultrabooks und nehmen dabei oftmals Kompromisse bei der Zugänglichkeit der Hardware in Kauf. Apple-Hardware-Chef Bob Mansfield forderte daher in einer Stellungnahme die Weiterentwicklung des IEEE 1680.1-Standards, auf dem unter anderem das EPEAT-Siegel basiert.

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(futurezone) Erstellt am 21.07.2012, 13:00

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