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24.08.2016

Faraday Future: Erstes Foto von Tesla-Konkurrenz

Ein Twitter-Nutzer hat in Los Angeles einen Prototypen des ersten Elektroautos von Faraday Future entdeckt. Der Elektro-SUV soll noch dieses Jahr vorgestellt werden.

Faraday Future ist wohl eines der geheimnisvollsten Start-ups im Silicon Valley. Das 2014 gegründete Unternehmen arbeitet mit finanzieller Unterstützung aus China unter anderem an selbstfahrenden Elektrofahrzeugen. Doch bislang gab es nur ein Konzeptfahrzeug, das FFZERO1, zu sehen. Ein serienreifes, leistbares Fahrzeug soll noch dieses Jahr vorgestellt werden, doch bislang gab es nur Umrisse als Teaser zu sehen. Doch ein Twitter-Nutzer will das Fahrzeug nun in freier Wildbahn entdeckt haben.

Everette Taylor, Vice President für Marketing beim Start-up Skurt, hat ein stark abgedecktes Fahrzeug in Los Angeles entdeckt und ein Foto davon veröffentlicht. Das Auto wurde zudem mit der sogenannten "Erlkönig"-Technik verschleiert. Dabei werden Prototypen mit mit einem Muster aus schwarz-weißen Rechtecken versehen, sodass die Konkurrenz das Design der Fahrzeuge nicht kopieren kann.

Test von "Autopilot"-Konkurrenten

Laut dem Fachblog Electrek konnte man aber trotz Tarnung bestätigen, dass es sich dabei um einen Prototypen des ersten Elektroautos von Faraday Future handeln. Auch die erkennbare Form scheint jener aus dem Teaser zu ähneln. Es ist unklar, wie weit fortgeschritten die Entwicklung des Fahrzeuges bereits ist. Vor wenigen Wochen wurden in Los Angeles Fahrzeuge gesichtet, die das von Faraday Future entwickelte Fahrassistenzsystem ADAS testen sollen. Dieses ähnelt Teslas "Autopilot", das gewisse Aufgaben im Straßenverkehr selbstständig übernehmen kann.

Beim ersten Fahrzeug soll es sich um einen Premium-SUV handeln, der wohl nicht unter 100.000 US-Dollar zu haben sein wird. Damit ist man auch deutlich teurer als Teslas Elektro-SUV Model X, der ab 74.000 US-Dollar verkauft wird. Derzeit arbeitet das 900 Mitarbeiter zählende Unternehmen auch an den ersten Fabriken: Ein Standort in Las Vegas wird bereits seit April gebaut, eine weitere Fabrik soll in San Franciscos Bay Area entstehen.