EU-PARLAMENT
11/13/2010

Forderung nach Aus für Roaming-Gebühren

Der Industrieausschuss des EU-Parlaments hat sich für die Abschaffung der Roaming-Gebühren für Handytelefonate ins Ausland im Jahr 2011 ausgesprochen.

"Es ist jetzt an der Zeit, die Roaming-Gebühren innerhalb der Europäischen Union abzuschaffen und einen einheitlichen Binnenmarkt für Telekommunikationsdienstleistungen zu schaffen", sagte die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Silvana Koch-Mehrin von der deutschen FDP, dem "Hamburger Abendblatt".

Sie habe deshalb im Industrieausschuss des EU-Parlaments die Forderung an die EU- Kommission durchgesetzt, "dass sie bereits im Jahr 2011 die vollständige Abschaffung der Roaming-Gebühren in Erwägung zieht", sagte Koch-Mehrin.

"Kein ausreichender Wettbewerb"

Roaming-Gebühren seien eingeführt worden, als vor knapp 20 Jahren "die Mobilfunknetze noch in den Kinderschuhen steckten", so die Politikerin. "Da war das Handy noch etwas Exklusives für wenige Teilnehmer."

Heute, wo es in Europa etwa 500 Millionen Mobilfunkteilnehmer gebe und die Netztechnik ausgereift sei, sei dies nicht mehr der Fall. "Schon gar nicht, wenn der eigene Mobilfunkbetreiber ein Netz auch im europäischen Ausland betreibt", sagte Koch-Mehrin. Gleichzeitig bemängelte sie, dass es keinen ausreichenden Wettbewerb gebe. "Preissenkungen und -kappungen kamen bisher nur durch EU-Verordnung zustande."

(dpa)

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