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13.04.2016

Geräte warnen künftig vor gefährlichen USB-C-Kabeln

USB-C-Geräte sollen künftig vor gefährlichen Geräten und Kabeln warnen. Dazu soll ein verschlüsseltes Sicherheitszertifikat vor dem Laden abgefragt werden.

Der neue USB-Stecker-Standard Typ C ist Fluch und Segen zugleich. Höhere Daten- und Ladegeschwindigkeiten und ein drehbarer Stecker sollten eigentlich die größten Probleme der USB-Technologie beheben. Doch viele billig hergestellte Kabel im freien Handel erfüllen die geforderten Standards nicht und können so zur Gefahr für High-End-Geräte wie Smartphones und Laptops werden.

Mehr Sicherheit für Unternehmen

Das USB Implementers Forum (USB-IF) - das ist jene Organisation, die den USB-Standard verwaltet - könnte nun eine Lösung für dieses Problem gefunden haben. So sollen künftig beim Anschließen des Kabels die Spezifikationen verschlüsselt übertragen werden - noch bevor Daten oder Strom durch das Kabel fließen. Erfüllt das Kabel die Anforderungen nicht, wird keine Verbindung hergestellt und es kann kein Schaden entstehen.

Da auch die Datenverbindung verhindert wird, könnte ein weiteres Problem damit eingedämmt werden. So sollen auch Malware-Angriffe mit infizierten USB-Geräten vermieden werden, da man durch die Zertifizierung sicherstellen könnte, dass das Gerät von einer vertrauenswürdigen Person oder Unternehmen stammt. So könnte beispielsweise eine Bank lediglich das Anschließen von USB-Sticks erlauben, die mit dem eigenen Sicherheitszertifikat ausgestattet sind.

Alte Geräte könnten unbrauchbar werden

Host-Geräte könnten laut Ars Technica wohl bereits durch ein Software-Update auf den neuesten Standard gebracht werden. Doch Kabel und andere USB-Geräte könnten auf diesem Weg für viele Nutzer unbrauchbar werden. Details dazu gab das USB-IF aber noch nicht bekannt.