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17.05.2012

Google führt Wissensdatenbank ein

"Knowledge Graph" bereichert Ergebnisse der Suchmaschine um wichtigste Fakten zum gesuchten Begriff und stellt Verknüpfungen zu weiteren Begriffen her, die mit der Suche in Verbindung stehen könnten. Google will damit einen schnelleren Zugang zu Informationen schaffen und Neuentdeckungen erleichtern.

Mit einer Neueinführung will Google die Funktion seiner Suchmaschine als Wissensdatenbank verbessern. Wie auf dem Unternehmensblog angekündigt, führt der Konzern den so genannten "Knowledge Graph" ein. Im Grunde ist damit die sofortige Präsentation von wichtigen Daten und Verknüpfungen zu Suchbegriffen aus verschiedensten Bereichen gemeint. In einer eigenen Box rechts neben den Suchergebnissen werden weiterführende Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Berühmtheiten, Städten, Sportteams, Gebäuden, geographischen Gegebenheiten, Filmen, Himmelsobjekten (Stichwort Christi Himmelfahrt), Kunstgegenständen und mehr angezeigt.

 

Das Suchverhalten Anderer nutzen

Die Daten entstammen einerseits öffentlich zugänglichen Quellen, wie Freebase, Wikipedia oder dem CIA World Factbook, andererseits dem Suchverlauf der Google-Nutzer bei gleichen oder ähnlichen Suchanfragen. Der Knowledge Graph enthält laut Google derzeit Informationen zu 500 Millionen Objekten, sowie 3,5 Milliarden Fakten zu diesen Objekten und ihrem Verhältnis zu anderen Objekten.

Mehrere Wortbedeutungen

Ein eigener Unterpunkt im Knowledge Graph soll sicherstellen, dass man sich in der vom Nutzer gewünschten Kategorie bewegt. Als Beispiel wird hier eine Suche nach “ Taj Mahal” gebracht. Hier kann der Nutzer das berühmte Gebäude in Indien meinen, oder einen Musiker oder etwa ein gleichnamiges Restaurant, in dem er zuvor gegessen hat. Google liefert  nun rechts neben den Suchergebnissen eine Liste der Wortbedeutungen.

Unerwartete Verbindungen

Mit dem Knowledge Graph will Google ein Werkzeug zur Verfügung stellen, mit dem Nutzer schneller zu gewünschten Informationen kommen. Statt auf den Link einer anderen Webseite zu klicken, werden die wichtigsten Fakten gleich in den Suchergebnissen angezeigt. Nicht zuletzt soll man dadurch auch unerwartete Verbindungen herstellen können, etwa wie Simpsons-Erfinder Matt Groening auf die Namen seiner Cartoon-Familie kam.

Der Knowledge Graph soll nun schrittweise in die Google-Suchmaschine integriert werden. Ausgangspunkt ist die USA. Für Mobilgeräte wurde die Funktion grafisch speziell aufbereitet.

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