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01/06/2013

Google gibt Maps für Windows Phone wieder frei

Der am Freitag entflammte Streit zwischen Google und Microsoft findet ein jähes Ende. Google hat nach einer "neuerlichen Überprüfung" von Windows Phone 8 die Aufhebung der Weiterleitung von Google Maps auf die Startseite der Suche angekündigt.

Nur

einer Weiterleitung auf Google Maps für Windows Phone-Nutzer, die den Kartendienst effektiv für diese unbenutzbar machte,kündigt Googledie Rücknahme seiner Entscheidung an. Man würde regelmäßig Browser auf verschiedenen Plattformen testen und nach einer Prüfung jene Systeme ausschließen, die eine unbefriedigende Performance liefern. Bei einer früheren Überprüfung fiel offenbar der mobile Internet Explorer von Microsoft durch.

"In unserem letzten Test lieferte der mobile IE keine gute Leistung mit Maps ab, da grundlegende Funktionen wie Zoomen nicht funktionierten. Daher entschlossen wir uns dafür, alle mobilen IE-Nutzer auf google.com weiterzuleiten, damit sie dort zumindest lokale Suchen durchführen können." Eine ähnliche Weiterleitung wurde beispielsweise auch für den Browser Opera auf dem iPad eingerichtet. Der Browser Firefox habe sich im Test besser geschlagen, weswegen dieser trotz anderer Rendering-Engine nicht von den Maßnahmen betroffen ist.

Keine Entscheidung gegen Microsoft, aber für Maps
Der Test erfolgte jedoch offenbar vor Erscheinen von Windows Phone 8, der mit dem Internet Explorer 10 einen neuen Browser mitliefert. Diese "kürzlichen Entwicklungen", wie es Google in einer Presseaussendung bezeichnet, werden allerdings nun berücksichtigt, weswegen die Weiterleitung für Windows Phone-Nutzer entfernt werden soll.

Für Verwirrung sorgt allerdings nach wie vor die Informationspolitik von Google. So habe ein Google-Sprecher am Samstag noch betont, dass die Weiterleitung für Windows Phone-Nutzer "schon immer" in Kraft gewesen sei, auch wenn dies Erfahrungsberichte vieler Nutzer und Journalisten widerlegen. Dennoch legte Google nun in seiner Aussendung großen Wert darauf zu betonen, dass diese Entscheidung eine "Produktentscheidung" gewesen sei und sich daher

direkt gerichtet habe.

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