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15.10.2015

HP Spectre x2 im Hands-On: Würdiger Surface-Herausforderer

HP hat mit dem Spectre x2 eine überarbeitete Variante des Surface vorgestellt. Neben dem günstigen Preis überzeugen vor allem kleine Details im Hands-On.

Jahrelang ließ Microsoft seinen Hardware-Partnern das Feld. Baut was ihr wollt, solange unsere Software darauf läuft, hieß die Devise. Doch im neuen Jahrzehnt war das nicht mehr genug, die Branche steckte in einer Krise fest. Daraufhin beschloss Microsoft, selbst tätig zu werden und mit dem Surface das bislang erste eigene Tablet zu bauen. Als iPad-Herausforderer gestartet, entwickelte sich aus dem Tablet-Laptop-Hybriden Surface Pro aber der wahre Erfolg. In Apples Sphären konnten Microsofts Hardware-Bemühungen nie vorstoßen, doch man hatte erfolgreich eine neue Gerätekategorie geschaffen.

HP Spectre x2 im Hands-On

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HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

Nun versuchen sich auch andere Hersteller am ungewöhnlichen Konzept des Surface,

allen voran HP
. Mit dem Spectre x2 hat der US-Konzern eine attraktive Alternative zum Surface vorgestellt. Die futurezone hat das x2 angetestet.

Hochwertiges Magnesium

Optisch muss man sich nicht vor dem großen Vorbild verstecken. Das CNC-gefräste Gehäuse besteht, wie das Surface, aus einer Magnesium-Legierung. Das sorgt dafür, dass der Tablet-Teil des x2 lediglich 840 Gramm wiegt, obwohl das 12-Zoll-Tablet deutlich wuchtiger wirkt. Die etwas raue Oberfläche vermittelt einen hochwertigen Eindruck, der sich auch in den Details bestätigt. Selbst beim Vorserienmodell waren keine breiten Spaltmaße erkennbar, das Gehäuse wirkt wie aus einem Guss. Lediglich an der Rückseite mussten teilweise andere Materialien eingesetzt werden.

HP Spectre x2 in Bildern

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HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

HP Spectre x2

So findet sich an der Oberseite ein breiter schwarzer Kunststoff-Streifen, auf dem unter anderem die 8-Megapixel-Hauptkamera sowie Intels 3D-Kamera RealSense platziert wurden. Hier setzt man auf Kunststoff, da sich dahinter die Antennen für das LTE-Modem befinden. Zudem wurde der aus rostfreiem Stahl gefertigte Standfuß im Gehäuse versenkt. Dieser lässt sich recht einfach herausholen. An der linken Seite befindet sich ein Schalter, durch den der Standfuß angehoben und der Mechanismus gelöst wird. Der Standfuß lässt sich nahezu frei verstellen (bis 150 Grad) und gibt einen angenehmen, aber leicht verstellbaren Widerstand.

Hilfe von Microsoft

Beim Design des Keyboard-Covers scheint sich HP ebenfalls Inspiration vom Surface geholt zu haben. Die Rückseite ist mit einem Stoff überzogen, das Gehäuse und die Tasten des Docks selbst bestehen wiederum aus Magnesium. Das Tippen ist sehr angenehm, der Druckpunkt der Tasten ist vergleichbar mit jenem des MacBook Air - zumindest solange das Cover auf einem harten Untergrund liegt. Wie beim Surface verfügt die Tastatur über einen Falz, mit dem die Tastatur schräg angehoben wird. So kann man auch auf dem Schoß tippen, allerdings federt die Tastatur hier stärker und sorgt so für einen ungewohnt weichen Druckpunkt.

Der Magnet-Mechanismus des Keyboard-Covers erinnert dermaßen frappierend an jenen des Surface, dass man schon fast vermuten könnte, dass HP sich Hilfe von Microsoft geholt hat. Mit dem Cover steigt das Gewicht auf 1,22 Kilogramm an, das Paket ist immer noch schlanke 13,1 Millimeter dünn. Das Full-HD-Display (1920 mal 1080 Pixel) macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck, auch wenn es nicht ganz an die Farbbrillanz des Surface Pro heranreicht. Der dazugehörige Wacom-Stift ist solide, das etwas dicke und kurze Format erinnert allerdings eher an einen Wachsmalstift als einen klassischen Stift. Das Schreiben fiel im Test dennoch angenehm aus, Eingaben wurden präzise und ohne spürbare Latenz erkannt. Auf Anfrage konnte HP jedoch nicht mitteilen, wie viele Druckstufen der Stift erkennt.

Alles dabei

Das Spectre x2 ist eine vielversprechende Alternative zum Surface, das dem großen Vorbild von Microsoft um nichts nachsteht. Die Intel Core m-Prozessoren sollten ausreichend Leistung für den beruflichen oder privaten Alltag liefern, bei Gaming oder anderen rechenintensiven Aufgaben ist es aber wohl überfordert. Im direkten Vergleich mit Microsoft kann HP wohl vor allem mit dem Preis punkten. Für 1.099 Euro bekommt man neben dem Tablet auch das Keyboard-Cover, den Wacom-Stift sowie einen Adapter von USB-Type-C auf Type A mitgeliefert. Zudem will HP dem LTE-Tablet eine SIM-Karte für seinen DataPass-Dienst beilegen. HP-Kunden erhalten kostenlos 250 Megabyte Datenvolumen pro Monat, zusätzliches Datenvolumen kann günstig zugekauft werden.