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Interview Huawei: „Qualität bestimmt unsere Marke“.

 
  - Foto: REUTERS/Eric Gaillard
Während andere Unternehmen stagnieren, wächst Huawei weiter. Der chinesische Konzern will nun neben dem Smartphone- auch den Tablet- und Laptop-Markt erobern.

Jahrelang war der Smartphone-Markt ein Zweikampf zwischen Apple und Samsung. Doch nun gibt es erstmals einen dritten Player, der sich an die Spitze heranpirscht: Huawei Technologies. Das globale Unternehmen aus China hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. Binnen sechs Jahren hat sich der Konzern von einem der größten Netzwerkausstatter, der nahezu ausschließlich im B2B-Bereich tätig war, zu einer der bekanntesten Marken auf dem Smartphone-Markt entwickelt.

Visitors try Huawei's devices during Mobile World
Foto: REUTERS/ERIC GAILLARD
Während man sich zu Beginn vor allem mit günstigen Geräten etablierte, spielt der Konzern mittlerweile mit dem Huawei P10 und Huawei Mate 9 auch im Premium-Segment mit. Dafür setzt man auch auf Partnerschaften mit bekannten Marken wie Leica, Dolby oder Porsche. Die Taktik geht auf: Huawei wächst in einem mittlerweile stagnierenden Smartphone-Markt weiterhin stark. Allein im ersten Halbjahr 2017 wurden 73 Millionen Geräte verkauft, in den Quartalsergebnissen liegt man nur mehr knapp hinter Apple.

Pläne für Österreich

Huawei gehört mittlerweile zu den bekanntesten Marken der Welt, in Österreich ist man laut einer Studie aktuell bei 78 Prozent Bekanntheit. Die Stärke der Marke zeigte sich zuletzt auch bei Tablets. Huawei trotzte dem schrumpfenden Markt und steigerte seine Verkaufszahlen um 31,7 Prozent – als einziger Hersteller. Diese Stärke versucht Huawei zu nutzen und expandiert mittlerweile in alle Bereiche der Unterhaltungselektronik, auch Smartwatches, Tablets und Laptops. Bis zum Ende des Jahres will man zudem auch seine Präsenz im Einzelhandel fast verdoppeln und in 56.000 Shops weltweit vertreten sein.

Huawei Studierendenwettbewerb: Siegerehrung im Wie
Jay Peng, Managing Director von Huawei Österreich, im Wiener Rathaus - Foto: C. Jobst/PID
Hier wird auch der europäische Markt, auf dem Huawei allein dieses Jahr 18 Prozent wachsen konnte, eine zentrale Rolle spielen. Die futurezone hat im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) mit Jay Peng, Managing Director von Huawei Österreich, über die Ziele und Pläne des Unternehmens gesprochen.

Jay Peng: Huawei hat schon öfters betont, dass man nicht auf die Marktführerschaft abzielt. Jetzt ist man aber knapp dran, Apple zu überholen und die weltweite Nummer zwei zu werden. Wird das Thema Marktführerschaft dann doch wieder interessant?
futurezone: Unser Fokus liegt immer auf den Bedürfnissen der Konsumenten – und indem wir damit unseren Kunden helfen, erfolgreich zu sein, werden wir langfristig die Nummer 1 werden.

Vom Netzwerkausstatter zum Smartphone-Hersteller: Wie sieht die strategische Ausrichtung in Zukunft aus? Wird man sich weiterhin auf Notebooks konzentrieren, um auch noch ein PC-Hersteller zu werden?
Huawei hat drei Geschäftsbereiche: Netzwerkausstattung, Enterprise Business und das Geschäft für Endkonsumenten. Wir wollen in allen drei Bereichen wachsen. Insbesondere für unsere Endkunden wollen wir eine bevorzugte Marke mit einem breiten Geräteangebot sein.

Wen sieht Huawei in Österreich und international als Konkurrenten – nicht nur im Smartphone-Bereich, sondern auch in anderen Segmenten?
Alle IKT-Anbieter agieren auf denselben globalen Märkten. Von Cisco bis Samsung – jedes Unternehmen bietet eine Reihe verschiedener Produkte und Dienstleistungen an. Huawei ist in allen Geschäftsfelder in den Top 3 vertreten.

Der Wearables-Hype scheint bereits wieder abzuklingen. Glaubt Huawei noch an diese Gerätekategorie?
Langfristig werden Wearables ein wichtiger Teil des Kommunikationsgeschehens sein. Aber um diese Technologie wirklich nutzen zu können, müssen wir 5G und schnelles Internet weiterentwickeln. Huawei wird hier weiterhin sehr viel in Forschung und Entwicklung investieren, um unser Angebot für die Konsumenten laufend verbessern zu können. So haben wir letzten Februar auf dem Mobile World Congress die Watch 2 vorgestellt, und eine eSIM-Version wird in Kürze am österreichischen Markt verfügbar sein.

Hat Huawei bereits das Ziel erreicht, eine „Premium“-Marke zu sein?
Unsere Produkte sind von sehr hoher Qualität und wir wollen einer der innovativsten Anbieter in diesem Markt sein. Wir meinen, dass die Qualität unserer Produkte das Image der Marke bestimmt.

Wie konnte Huawei innerhalb eines Jahres so ein großes Wachstum im Smartphone-Markt erzielen?
Wir investieren rund 14 Prozent unserer Erträge in Forschung und Entwicklung. Dabei konzentrieren wir uns auf die Bedürfnisse der Konsumenten und bemühen uns, ihnen die bestmöglichen Produkte anzubieten. In Verbindung mit innovativer Kommunikation überzeugt dies am Ende die Nutzer von den Vorteilen unseres Angebots.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer redaktionellen Kooperation zwischen Huawei und futurezone. Die redaktionelle Hoheit obliegt der futurezone.

(futurezone) Erstellt am 30.08.2017, 10:00

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