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08.01.2013

Intel: Neue Ultrabooks und Tablets ab Herbst

Intel hat auf der CES in Las Vegas weitere Details zu kommenden Prozessor-Generationen verraten. Geräte mit der vierten Core-Generation, bekannt unter dem Namen Haswell, kommen im Herbst 2013. Parallel erscheint mit Bay Trail eine neue Plattform für Tablets.

Dünn und leicht sind sie bereits. Was Ultrabooks bis dato jedoch fehlte, war eine lange Akkulaufzeit. Kombiniert mit den oftmals nicht tauschbaren Akkus war dies für User durchaus ein Manko. Geht es nach Intel, soll mit der Abhängigkeit von der Steckdose 2013 Schluss sein. Das Unternehmen versprach auf der CES in Las Vegas, dass die kommende Prozessor-Generation lediglich 7 Watt verbrauchen wird. Ein kompletter Arbeitstag ohne Netzteil soll so möglich werden.

Touch wird verpflichtend
Haswell, so der interne Name der Prozessor-Generation, wird in 22 Nanometer gefertigt, was geringeren Stromverbrauch bei gesteigerter Leistung bringt. Die vierte Iteration der Core-Reihe wird im Laufe des Jahres auf den Markt kommen. Für Herbst erwartet Intel passend dazu neue Ultrabooks diverser Hersteller. Intel, das die Spezifikation der Ultrabook-Marke vorgibt, hat den Anforderungskatalog an Hersteller ausgeweitet. Ab sofort müssen neue Geräte zusätzlich verpflichtend einen Touchscreen haben, um das Ultrabook-Siegel tragen zu dürfen. Zudem forciert der Konzern den Einsatz von präziser Gestenerkennung, Gesichtserkennung und Eye-Tracking. Insgesamt will Intel so natürlichere Interaktion mit dem Computer ermöglichen.

Das North Cape Referenz Design von Intel

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Intel CES 2013 North Cape

Intel CES 2013 North Cape

Intel CES 2013 North Cape

Intel CES 2013 North Cape

Intel CES 2013 North Cape

Intel CES 2013 North Cape

Intel CES 2013 North Cape

Was man im Herbst erwarten darf
So wie in den vergangenen Jahren hat Intel ein Referenz-Design präsentiert. Es illustriert Intels Vision der nächsten Ultrabook-Generation. Auf der CES wurde das „North Cape"-Konzept präsentiert. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Tastatur-Dock und entfernbarem Touch-Display/Tablet. Sind beide verbunden, agiert es wie ein Notebook. Mit einem einzigen Tastendruck wird der Bildschirm entkoppelt und so zum Tablet.

Das Referenz-Gerät wurde gemeinsam mit führenden OEM-Herstellern entwickelt. Es wiegt 850 Gramm und ist 10 mm dünn. Das FullHD-Display misst 13 Zoll, im Tablet-Modus schrumpft die Darstellungsfläche auf 11,6 Zoll. Der dadurch geschaffene „tote" Raum ist für bequemeres Halten des Tablets mit den Fingern gedacht. Der Prozessor, der vollwertige PC-Leistung bietet, sitzt im Display/ Tablet.

Bis zu 13 Stunden Laufzeit
Im Tastatur-Dock sitzt ein Akku, im Display/Tablet ein zweiter. Kombiniert sollen 13 Stunden erreicht werden, das Tablet alleine soll zehn Stunden schaffen. Der von Intel anvisierte Arbeitstag scheint somit machbar. Intel selbst wird wie gewohnt das Referenz-Design nicht auf den Markt bringen. Man arbeite aber mit allen führenden Herstellern und Marken zusammen und wird ein breites Angebot im Herbst 2013 erwarten können, so ein Intel-Sprecher zur futurezone.

Schnellere Tablets ab Herbst
Der kommende Herbst bringt aber nicht nur bei Ultrabooks Neuerungen, auch bei Tablets steht ein Leistungsschub an. Im gleichen Zeitraum kommt mit Bay Trail eine neue Generation an Atom-Prozessoren, die speziell für Tablets ausgelegt ist. Auch sie wird in 22 Nanometern gefertigt und zeichnet sich durch geringeren Stromverbrauch aus. Vier Kerne sollen für einen deutlichen Leistungsschub sorgen. Laut Intel gibt es bereits etliche Hersteller, die an Tablets auf Bay-Trail-Basis arbeiten.

Smartphone für Schwellenländer
Schließlich kündigte Intel auf der CES noch einen günstigen Handy-Prozessor (Atom Z2420) an. Die Lexington getaufte Plattform soll in Einsteiger-Android-Smartphones zum Einsatz kommen und richtet sich an Kunden in Entwicklungsländern. Es soll vollwertige Smartphone-Funktionalität für wenig Geld bieten.

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