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Vorgestellt
04/11/2011

Intel: Neuer Atom-Prozessor fürs Tablet-Rennen

Der neue Prozessor "Z670" soll Intel im Wettstreit gegen ARM-Chips von Qualcomm oder Nvidia helfen, Boden gut zu machen. 35 Geräte mit dem "Oak Trail"-Chip, der leistungsstärker und energieeffizienter ist, sollen in den kommenden Monaten starten.

Intel will mit einem neuen Prozessor im boomenden Markt für Tablet-PCs eine Aufholjagd starten. Ab Mai werden die ersten Tablets mit dem Intel-Chip „Oak Trail“ auf den Markt kommen, kündigte der Chiphersteller am Montag an. Über 35 Modelle an Tablets und Mini-Notebooks von Lenovo, Fujitsu, Razer und anderen Produzenten sollen den Anfang machen. In der zweiten Jahreshälfte sollen dann weitere Geräte führender Hersteller aus der Computer- und Unterhaltungselektronik folgen.

Als weltgrößter Chip-Hersteller spielt Intel im Markt der Tablet-Computer bislang nur eine Außenseiter-Rolle. Wegen ihres vergleichsweise hohen Stromverbrauchs war den Intel-Chips der Atom-Reihe der Weg in die mobilen Internet-Geräte verstellt. Apple und andere führende Hersteller setzen bislang bei Smartphones und Tablets vor allem auf die konkurrierende Architektur des Chipdesigners ARM.

Erste Prototypen der jüngsten Atom-Generation „Oak Trail“ hatte Intel auf der CES in Las Vegas sowie in Hannover auf der CeBIT präsentiert. Die „Oak Trail“-Plattform soll mit Hilfe des Prozessors „Z670“ das Abspielen von Full-HD-Videos und das schnelle Surfen im Netz auf den mobilen Geräten ermöglichen. „Oak Trail“ biete nicht nur eine verbesserte Performance, sondern gehe auch sehr effizient mit der Energie um, sagte Intel-Manager Kevin O`Donovan.

Ein Chip für alle Betriebssysteme
Tablets mit „Oak Trail“ können mit verschiedenen Betriebssystemen eingesetzt werden, darunter Windows von Microsoft und Android von Google. Außerdem entwickelt Intel auch die zuletzt mit Nokia vorangetriebene Plattform MeeGo weiter. In der zweiten Jahreshälfte werde es auch Geräte mit Googles speziell für Tablets konzipiertem Android „Honeycomb“ geben, sagte O`Donovan.

Es gebe eine Menge neuer Partner, die an MeeGo interessiert seien, sagte O`Donovan. Da der Quellcode öffentlich verfügbar sei, sei MeeGo zum Beispiel auch für Service-Provider und Telekom-Unternehmen zunehmend eine flexible Alternative. Nokia hatte die Unterstützung der Plattform im Zuge seiner neuen Partnerschaft mit Microsoft im Mobilfunkbereich weitgehend aufgekündigt. Nach jüngsten Schätzungen der Marktforscher von Gartner wird der Marktanteil der MeeGo-Plattform unter den Tablets allerdings auch bis 2015 nicht merklich über ein Prozent hinausgehen.

Im Vergleich zu den großen Anbietern von Tablet-Computern wie dem iPad-Hersteller Apple werde Intel in diesem Jahr „noch ein recht kleiner Player bleiben“, schätzt O`Donovan. Im kommenden Jahr werde der Markt für Intel dann aber deutlich anziehen. „2012 werden wir uns mit Oak Trail zu einem bedeutenden Anbieter entwickeln.“

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