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Tracking Internet Explorer 10 behält "Do Not Track" bei.

Foto: Microsoft
Der neue Browser von Microsoft wird die neue Option standardmäßig eingeschaltet haben. Das sorgt für Unmut bei den Werbekonzernen, die mittlerweile die Spezifikation geändert haben und daher die Option im Internet Explorer 10 ignorieren wollen.

Microsoft hat dem Druck zahlreicher Werbekonzerne standgehalten und wird laut einem Blogpost von Brendon Lynch, dem Chief Privacy Office von Microsoft, die "Do Not Track"-Option standardmäßig im Internet Explorer 10 aktiviert lassen. Der neue Browser soll erstmals im Oktober mit dem Betriebssystem Windows 8 ausgeliefert werden. Zuletzt stand Microsoft unter starker Kritik von Werbekonzernen, die in der Opt-Out-Variante eine Verletzung der kürzlich bestimmten Spezifikationen sehen. Do Not Track erlaubt Internetnutzern, die Protokollierung des Surfverhaltens durch Werbekonzerne zu verhindern, die auf Basis dieser Daten zielgerichtete Werbung schalten. Zahlreiche namhafte Unternehmen wie Mozilla, Twitter und Apple unterstützen die Initative.

Werbekonzerne wollen nicht mehr mitmachen
Der Großteil der Werbeunternehmen zeigten sich mit der Do Not Track Option einverstanden, vermutlich auch aus Furcht vor schlimmeren Maßnahmen. Doch die Ankündigung von Microsoft im Juni war den Vertretern der Werbeindustrie wohl dann doch zu viel, sodass sie eine Änderung der Do Not Track Spezifikation veranlassen ließen. Demnach sei die Do Not Track Option lediglich dann gültig, wenn sie vom Benutzer aktiv ausgewählt wurde. Damit schufen sie sich selbst die Rechtfertigung, den Header des Microsoft Browser völlig ignorieren zu können und so weiterhin Tracking betreiben zu dürfen.

Unterstützung durch Politiker
Mittlerweile hat sich auch die Europäische Kommission zu Wort gemeldet. Robert Madelin, Leiter der Abteilung Informationsgesellschaft und Medien, rief das zuständige Konsortium zu einer Einigung auf und wies sie darauf hin, dass aus Sicht der EU eine Standardeinstellung die Spezifikation nicht unterwandere. Auch zahlreiche US-Abgeordnete haben ihre Unterstützung für Microsofts Vorgehen ausgedrückt.

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(futurezone) Erstellt am 08.08.2012, 12:00

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