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06.10.2010

iPad-Verkaufsrate ist höchste unter Elektronik-Produkten

Apple verkaufte drei Millionen seiner iPad-Tablets in den ersten drei Monaten nach dem Start im April. Die Rate von 4,5 Millionen Stück pro Quartal übertrifft die des DVD-Players bei weitem, was das iPad zum schnellst-akzeptierten Elektronik-Produkt aller Zeiten ohne Telefon-Funktion macht.

Das iPad ist laut einer Studie von Bernstein Research das am schnellsten akzeptierte elektronische Produkt aller Zeiten. In den ersten 80 Tagen nach seiner Veröffentlichung im April verkaufte Apple allein drei Millionen Stück des Tablet-Computers. Die derzeitige Verkaufsrate liegt bei 4,5 Millionen iPads pro Quartal, deutlich über der des iPhone, von dem im ersten Quartal eine Million Exemplare über den Ladentisch wanderten.

Mit seiner Verkaufsrate übertrifft das iPad auch den DVD-Player, das bisher am schnellsten beim Kunden akzeptierte elektronische Gerät, das kein Telefon ist. Im ersten Jahr verkaufte sich der DVD-Player 350.000 Mal.

Hohe Erwartungen für 2011

Bleibt die iPad-Performance so stark wie bisher, wird das Tablet bald Spiele-Hardware und Mobil-Telefone überholen und zur viertstärksten Kategorie von Konsumentengütern in den USA werden, mit Verkaufsprognosen von 9 Milliarden Dollar im Jahr 2011. Fernseher, Smartphones und Laptops sind die derzeit stärksten Kategorien. Anders als diese handelt es sich beim iPad jedoch um ein spezifisches Produkt.

Wer iPad kauft, spart woanders

Bernstein Research hat weiters die Statistiken von BestBuy, dem größten Verkäufer des iPad, untersucht und herausgefunden, dass das Tablet die Verkäufe von Laptops, Notebooks, aber auch Fernsehern und Digitalkameras kannibalisiert. "Nur wenige amerikanische Haushalte würden 600 Dollar oder mehr für ein iPad ausgeben und einen Fernseher, PC oder eine Digitalkamera im selben Monat, im selben Quartal oder selbst im selben Jahr kaufen", meint Bernstein-Sprecher McGranahan in einem CNBC-Interview.

Wegen diesem Kannibalisierungs-Effekt wird die Microsoft-Aktie nun schlechter bewertet. Der Konzern hat bisher noch keine wirksame Antwort auf das Apple-Produkt gefunden.

( David Kotrba)