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05.06.2014

Japan: Empathische Haushalts-Roboter ab 2015 am Markt

Der japanische Telekom-Konzern Softbank will ab Februar 2015 den Haushalts-Roboter "Pepper" verkaufen. Dieser spricht und lernt die Emotionen seines Besitzers.

"Pepper" soll als Babysitter, Krankenschwester, Notfall-Sanitäter oder Partygast verwendet werden, berichtet Reuters. Das japanische Telekom-Unternehmen Softbank will den Haushalts-Roboter ab Februar 2015 in Japan für umgerechnet 1.419 Euro anbieten. Bis zum Verkaufsstart für Privatkunden sollen Prototypen von "Pepper" in Softbank-Filialen eingesetzt werden. Wie Engadget berichtet, spricht und versteht Pepper 4.500 japanische Wörter. Während der Kommunikation lernt der Roboter aber nicht nur die Aussprache seines Besitzers besser kennen, sondern auch dessen Tonfall. Damit soll er die jeweilige Gefühlslage seines Gegenübers einschätzen können.

"Menschen beschreiben einander oft als Roboter, weil sie keine Emotionen, kein Herz zeigen. Wir geben einem Roboter erstmals in der Geschichte ein Herz und Emotionen", sagt Softbank-CEO Masayoshi Son. Entwickelt wurde der etwa hüfthohe "Pepper" vom französischen Unternehmen Aldebaran, das durch seine kleinen, humanoiden Roboter Nao Bekanntheit erlangt hat. Softbank hält einen Anteil an Aldebaran.

Japan wird als aussichtsreiches Zielgebiet für Haushalts-Roboter gesehen. Die Gesellschaft des Inselstaates altert rasch. Es mangelt an Pflegepersonal. Roboter könnten diese Lücke zum Teil füllen.