Produkte
16.05.2012

Japanische Forscher entwickeln 100 GBit-WLAN

Der neue Standard könnte Kabelverbindungen hinfällig machen. Dazu werden die bislang ungenutzten Frequenzbänder zwischen 300 GHz und 3 THz verwendet. Verbindungen sind allerdings nur auf eine Distanz von maximal zehn Metern möglich.

Japanische Forscher haben mit der "T-Ray"-Technologie einen neuen Rekord für die schnellste WLAN-Verbindung aufgestellt. Der neue Standard könnte bis zu 100 Gbit/s übertragen - fast 15-mal so viel wie mit dem kommenden 802.11ac-Standard in Hochleistungskonfigurationen. Um diese Werte zu erreichen bedienten sich die Forscher der bislang noch unbenutzten Frequenzbänder zwischen 300 Gigahertz und 3 Terahertz. Damit liegt man selbst mit dem niedrigsten Wert um das 60-fache über den von aktuellen WLAN-Standards genutzten Frequenzbändern.

Noch einige Kinderkrankheiten
Das war auch der Grund, wieso der Einsatz der WLAN-Technologie auf derartigen Frequenzbändern bislang nicht möglich war. Sie waren einfach zu kosten- und energieintensiv um in modernen Geräten wie Smartphones oder Tablets Verwendung zu finden. Das könnte sich nun ändern. Die Forscher demonstrierten ihren Prototypen bei einer Geschwindigkeit von 3 Gbit/s auf einer Frequenz von 542 GHz. Dieser soll nun weiter verbessert werden. Der größte Nachteil liegt derzeit noch in der geringen Reichweite - Verbindungen waren bislang nur auf maximal zehn Meter möglich.