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02.03.2015

Jolla bringt Sailfish OS 2.0 und setzt auf Datenschutz

Mit der neusten Inkarnation des hauseigenen Betriebssystems will Jolla Android Marktanteile abjagen. Das Unternehmen verspricht, dass keine Userdaten verkauft werden.

Jolla hat Sailfish 2.0 präsentiert und Unternehmen in Russland, Indien, China und Japan aufgerufen, die Android-Alternative zu unterstützen. Im Frühjahr soll das neue System auf dem Markt erhältlich sein, die Entwickler versprechen unter anderem eine verbesserte Nutzerumgebung und Unterstützung für Intel-Chips, wie cnet berichtet. Benachrichtigungen und Events sollen besser präsentiert werden als bei der Vorgänger-Version und die wichtigsten Funktionen werden für Nutzer einfacher zugänglich. Zudem legt Jolla großes Augenmerk auf den Schutz der Privatsphäre. "Wir werden - anders als Android - keine Daten unserer Nutzer verkaufen", verspricht Software-Chef Marc Dillon laut engadget am Rande des Mobile World Congress.

Bisher ist Sailfish, ein System das von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern entwickelt wird, kein großer Erfolg. Das Jolla Phone, das Jolla Tablet und einige obskure Geräte wurden mit dem System ausgeliefert. Das Ziel, die Marktmacht von Android zurückzustutzen, liegt aber noch in weiter Ferne. Mit Version 2.0 will Jolla aber einen Schritt nach vorne machen. Deshalb versucht das Unternehmen auch Partner mit an Bord zu holen, denen versprochen wird, dass ihre Angebote prominent im Betriebssystem platziert werden. Erste Geräte mit dem neuen System sollen im zweiten Quartal 2015 auf den Markt kommen.