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18.12.2014

Keine Browser-Auswahl mehr für Windows-Nutzer

Die Auswahl an Alternativen zum eigenen Browser, die Microsoft europäischen Windows-Nutzern seit 2009 zeigen musste, ist Geschichte.

Die europäischen Wettbewerbshüter haben Microsoft aus Angst vor einem Browser-Monopol durch die Bündelung von Windows und Internet Explorer 2009 dazu verpflichtet, den Kunden Alternativen anzubieten. Seither wird europäischen Windows-Nutzern eine Auswahl an alternativen Browsern präsentiert. Damit ist jetzt Schluss. Die Einigung zwischen Microsoft und der EU-Kommission war zeitlich befristet und ist soeben ausgelaufen, wie arstechnica berichtet.

Neuen Windows-Nutzern wird also keine Liste mit verfügbaren Browsern mehr angezeigt. Analysen des europäischen Browsermarktes legen ohnehin nahe, dass die Browserauswahlliste kaum Einfluss auf die Präferenzen der Nutzer hatte. Für Microsoft war die Regelung trotzdem außerordentlich teuer. Durch einen Fehler im ersten Service Pack für Windows 7 wurde der Browserauswahlbildschirm bei einigen Nutzern für 14 Monate nicht angezeigt. Daraufhin wurde Microsoft zu einem Bußgeld von 561 Millionen Euro verurteilt.