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17.11.2010

Körperscanner arbeiten fehlerhaft

Die testweise auf dem Flughafen Hamburg eingesetzten Körperscanner arbeiten wenig zufriedenstellend. Fehlalarme machen eine manuelle Nachkontrolle notwendig. In den USA sind Bilder von gescannten Fluggästen im Web aufgetaucht.

Kleidungsfalten und übereinanderliegende Kleidungsschichten bereiten den neuen Körperscannern Probleme, berichtete der deutsche Sender NDR 90,3 am Dienstag. Teilweise mussten alle Passagiere manuell nachkontrolliert werde, weil die Geräte zu viele angebliche verdächtige Stellen anzeigten, so der Bericht, der sich auf die Bundespolizei-Auskünfte stützte.

Eine Sprecherin der deutschen Bundespolizei bezeichnete die Fehlerquote gegenüber dem NDR als nicht überraschend. Das sei in einer Testphase normal. Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) hatte bereits bei der Eröffnung des Testbetriebs Ende September explizit darauf hingewiesen, dass die Scanner noch "zu viele Fehlalarme" produzierten. Ob die neuen Geräte nach dem Probelauf an deutschen Flughäfen eingesetzt werden, ließ er deshalb ausdrücklich offen.

Die Bundespolizei wartet nach Angaben von NDR 90,3 derzeit auf eine neue Softwareversion für die zwei Geräte, die die Probleme beseitigen soll. Der Testlauf mit den Körperscannern ist auf sechs Monate angelegt und läuft noch bis Ende März kommenden Jahres. Für Passagiere ist die Teilnahme freiwillig.

In den USA sorgen Hundert veröffentlichte Bilder von gescannten Fluggästen für Aufregung. Im August hatten die Autoritäten in Florida nach einem __Cnet-Bericht (http://news.cnet.com/8301-31921_3-20012583-281.html" target="_blank">Cnet-Bericht zugeben müssen, dass 35.000 Bilder unberechtigterweise gespeichert wurden. Das Technologieportal Gizmodo hat 100 dieser Bilder organisiert und diese im Web veröffentlicht . Damit wolle man die Problematik rund um die Körperscanner-Thematik und den Umgang der Autoritäten mit diesem Thema veranschaulichen, so Gizmodo-Redakteur Joel Johnson.

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