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AppZone
07/31/2011

Le Foodink Apps: iPad als interaktives Kochbuch

Ein weiteres Wiener Start-up macht es sich in einer Nische gemütlich: Le Foodink Apps hat eine Software eintwickelt, mit der analoge Kochbücher ohne zusätzlichen Programmieraufwand zu interaktiven Tablet-Versionen verarbeitet werden können.

von Jakob Steinschaden

Es ist nicht das erste Kochbuch, das für das iPad aufbreitet wurde, gehört aber mit Sicherheit zu den anspruchvollsten: Mit “So schmecken Wildpflanzen” (iPad, 9,99 Euro) hat das Wiener Start-up Le Foodink Apps seine erste digitale Publikation geschafft und wurde von Apple bereits als “iPad-App der Woche” ausgezeichnet. Grundlage der App ist das gleichnamige Kochbuch des österreichischen Kochs Meinrad Neunkirchner. “Wir haben eine Leidenschaft für die Thematik rund um Essen und freuen uns, wenn wir unsere Kernkompetenzen, die wir in den Bereichen Technologie und Design sehen, auf dieses Thema anwenden können”, sagt Gregor Einetter, der gemeinsam mit Miriam Strobach und Martin Kahr Le Foodink Apps gegründet hat.

Mit Kalender und Timer
Die “So schmecken Wildpflanzen”-App (mit 9,99 Euro deutlich günstiger als die Printausgabe um 29,95 Euro, erschienen im Löwenzahn Verlag) bringt 144 Rezepte zu Wildpflanzen auf den Touchscreen. Neben den Kochanleitungen findet sich auch ein Saisonkalender, ein integrierter Timer für Gar-, Koch-, Back-, Brat- und Ziehzeiten, eine Notizfunktion und die Möglichkeit, die Zutatenliste als E-Mail zu verschicken. “Das Look and Feel, also Gestaltung, Schrift, Layout, etc. ist genau das gleiche wie im Buch”, sagt Einetter. “Damit wird es möglich, den editorialen Mehrwert in der Gestaltung, den wir vom Print her kennen und der mühevoll erarbeitet wurde, auch auf das digitale Produkt zu transportieren.”

Wildpflanzen

Wildpflanzen

Wildpflanzen

Wildpflanzen

Wildpflanzen

Eigenentwicklung
Für die Digitalisierung der Kochbücher hat das Start-up ein Jahr lang den so genannten “Cookbook Publisher” entwickelt, mit dem man die Analogtitel als interaktive Applikationen ohne Programmieraufwand auf das iPad bringen kann. “Sollten Verlage und Autoren für die digitale Version des Kochbuchs speziellen Content wie Videos entwickeln, kann dieser mit Hilfe des `Cookbook Publishers` sehr einfach hinzugefügt werden”, so Einetter. Ist die Software derzeit nur für das iPad ausgelegt, soll sie später etwa auch Android oder WebOS angewandt werden können. “Andere Plattformen beobachten wir sehr genau und werden wir bei Bedarf unterstützen.”

Erster Achtungserfolg

War “So schmecken Wildpflanzen” für Le Foodink Apps “nur ein erster Test”, will man jetzt aufgrund des positiven Feedbacks versuchen, “Millionen von Kochbüchern und Rezepten in einer möglichst schönen und interaktiven Variante zu digitalisieren”, sagt Einetter. Dazu sei man derzeit auch auf der Suche nach Developern und Producern. (Interessenten schreiben an letter@lefoodink.com). Download-Zahlen und Details zum Revenue-Sharig-Modell wollte Le Foodink Apps gegenüber der futurezone nicht verraten.

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